So findet ihr den passenden Schulranzen – worauf ihr beim Kauf achten solltet

Wie jedes Jahr, werden auch 2017 wieder tausende Kinder eingeschult. Natürlich möchten alle Eltern, dass ihr Kind seinen „Wunsch-Ranzen“ bekommt. Doch ist uns dabei der gesundheitliche Aspekt wichtiger. Und das ist auch gut so, denn unsere Kids haben schon in der Grundschule richtig schwer zu tragen. In der heutigen Zeit sind die Unterrichtsfächer viel differenzierter gegenüber früher, als es gerade mal die Fächer Lesen, Schreiben, Rechnen und Sachkunde gab. Darum gibt es einige sehr wichtige Punkte, die beim Kauf eines Schulranzen beachtet werden sollten, um es dem Kind zu erleichtern. Wir haben eine Liste mit den wichtigsten Kriterien erstellt, um euch einen besseren Überblick zu verschaffen.

Den passenden Schulranzen finden

Zuallererst solltet ihr den Schulranzen immer gemeinsam mit eurem Kind kaufen, denn einen Tornister muss man anprobieren. Auch wenn der Ranzen ein Geschenk sein soll – anprobieren ist Pflicht. Für den Einkauf im Sommer bedeutet das eine Jacke mitzunehmen, denn der Tornister muss in jedem Fall sicher und angenehm sitzen. Er darf weder von den Schultern rutschen, noch sollte er scheuern, einschnüren oder drücken. Außerdem ist der Sitz am Rücken ganz wichtig.

Darum sind gepolsterte Schultergurte unerlässlich und es ist auf verstellbare Riemen zu achten. Diese sollten mindestens vier Zentimeter breit sein. Kind muss bei der Einstellung sagen, ob die Gurte drücken. Zu dicke oder breite Polster können unter den Armen scheuern. Einige Modelle verfügen über zusätzliche Brust- und/oder Bauchgurte, die für zusätzlichen Halt sorgen. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn Kinder den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen und so der Schulranzen fest auf dem Rücken bleibt und durch die Tretbewegungen nicht auf dem Rücken hin- und her rutscht. Ist alles perfekt eingestellt, sollten die Riemen und Gurte nicht den Boden berühren, wenn eurer Kind den Schulranzen am Tragegriff anhebt. Sind sie zu lang, besteht Stolpergefahr.

Der Tragegriff sollte weit genug sein, griffig und gut gepolstert. Von Vorteil ist ein zweiter Griff am Rückenteil. der nur zum Aufhängen dient.

Ebenfalls unerlässlich für einen perfekt sitzenden Ranzen ist ein gepolstertes Rückenteil. Ein Tornister sollte an mehreren Stellen gut am Körper anliegen und weder nach oben, noch seitlich über die Schultern hinausragen.

Zwischendurch solltet ihr euer Kind immer wieder fragen, ob der Ranzen angenehm sitzt. Kleiner Tipp: Lasst ein paar Teile in den Schulranzen packen, damit euer Kind auch das „richtige“ Trage-Gefühl hat, denn es wird nie wieder mit einem leeren Ranzen gehen 😉

Zusätzlicher Platz durch Seitentaschen für Trinkflasche oder anderes ist unverzichtbar, um durchnässte Schulsachen zu vermeiden, falls die Trinkflasche mal ausläuft..

Unser heutiges Schulsystem erfordert jede Menge Materialien, welche fast täglich wieder mit in die Schule gebracht werden müssen. Darunter auch große Bücher und A4-Hefte, die in die Fächer einsortiert werden, warum der Innenraum groß genug sein muss. Die Anzahl der darin enthaltenen, einzelnen Fächer ist dabei zweitrangig und eine persönliche Entscheidung.

Schlussendlich gibt es noch ein paar praktische Kleinigkeiten, die aber manchmal den gewissen Unterschied ausmachen, wie z.B. ein weit aufklappbarer Deckel, der möglichst auch nicht von allein wieder zuklappt, um leichter ein- und auspacken zu können. Das Schloss sollte leichtgängig und stabil sein. Schlussendlich ist es von Vorteil, wenn der Tornister frei stehen kann – im besten Fall mit und ohne Inhalt – sollten sich an den Schultischen keine Aufhängevorrichtungen dafür befinden. Einige Hersteller bieten Regenhauben für ihre Modelle, damit auch nach einem längeren Schulweg und sehr starkem Regen, wirklich keine Nässe in den Schulranzen dringen kann.

Darauf solltet ihr unbedingt achten

Besonders auffällig im Straßenverkehr sind Schulranzen in oder zumindest mit den Leuchtfarben Orange oder Gelb, die mehr sichtbares Licht abgeben, als durch Sonne oder andere Lichtquellen einfällt. Die reflektierenden Flächen werfen bei Lichteinfall, z.B von Autoscheinwerfern, das Licht zurück und machen die Kinder sichtbar. Und das sowohl in der Dunkelheit, als auch bei schlechten Sichtverhältnissen am Tag. Es gibt einen vorgeschriebenen Mindestanteil für fluoreszierende und reflektierende Flächen auf Schulranzen. Dieser liegt bei einem zwanzigprozentigen Anteil an fluoreszierenden und zehnprozentigen an reflektierenden Flächen.

 

Bei der Wahl eines Ranzen solltet ihr unbedingt darauf achten, dass entweder das TÜV-Siegel oder ein Norm-Aufkleber vorhanden ist. Dabei handelt es sich um die Vorgabe der Schulranzennorm DIN 58124. Damit gilt er als praktisch, wasserdicht und sicher.

Wie oben schon angesprochen, sind unsere Kinder leider gezwungen immer mehr Materialien mit sich herumzuschleppen. Eigentlich hat man sich auf 10 – 12% des eigenen Körpergewichts geeinigt, doch liegt der Anteil oft um einiges darüber Wen beispielsweise ein Erstklässler 25 kg wiegt, dürfte der Schulranzen samt Inhalt maximal 2,5 bis 3,0 kg Gewicht auf die Waage bringen. Doch schon die meisten Tornister wiegen bis zu 1,5 kg. Da hilft wirklich nur die tägliche Kontrolle, welche Schulsachen unbedingt mitgenommen werden müssen und alles andere herauszunehmen.

Leider sind auch die Giftstoffe in den verwendeten Materialien immer noch ein Thema. Einige Hersteller verwenden für die Griffe der Schulranzen Kunststoffgriffe aus weichem PVC, die giftige Weichmacher enthalten, die krebserregend sind.

Bitte kauft einen Schulranzen nicht nur nach dem Preis. Natürlich sind die sicheren und guten Modelle meist nicht unter 100 Euro zu bekommen. Aber es gibt Alternativen: Es gibt z.B. Schulranzen-Sets, bei denen gleich eine Menge Zubehör enthalten ist oder auch Ranzen mit einem Motiv aus dem Vorjahr, die oft deutlich reduziert sind. Es werden in den Monaten vor den Einschulungen auch immer wieder besondere Aktionen angeboten. Manchmal finden auch spezielle „Schulranzen-Börsen“, Werks- oder Lagerverkäufe statt. Im Zweifelsfall gilt: Ein guter gebrauchter Schulranzen ist besser, als ein billiger neuer.

Unsere Meinung

Insbesondere in der Wachstumsphase unterscheiden sich Kinder sehr stark in Größe und Gewicht. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig einen Schulranzen vor dem Kauf aufzusetzen und dazu ruhig etwas in den Tornister hineinpacken lassen! Wenn ihr darauf den Kauf des Schulranzens weiter aufbaut und die wichtigsten Punkte beachtet, kann gar nichts mehr schiefgehen. Die Auswahl an unterschiedlichen Modellen ist wirklich riesig, so dass für jeden Körperbau ein passendes Exemplar gefunden werden kann. Ebenso groß ist die Vielfältigkeit der Farben und Designs für Jungen und Mädchen. Von klassisch schlicht, bis grell und bunt, Fantasiewesen oder beliebte Figuren aus bekannten Fernsehserien. Letztendlich sollten wir als Eltern ein gutes Gefühl beim Kauf haben und die Kinderaugen zufrieden strahlen. Und dann kann der erste Schultag kommen, an dem eure Kinder als „frische“ i-Dötzchen voller Stolz mit ihrem Schulranzen zur Schule gehen…

Im nächsten Artikel, werden wir euch ein paar Modelle aus den neuen Schulranzen-Kollektionen 2017 vorstellen.

Infos

Wichtige Tipps zum Kauf von Schulranzen

Ergonomie
Trageeigenschaften, Rückenfreundlichkeit

Optische Warn­wirkung
Sichtbarkeit bei Tag und Nacht sowie Einhaltung der DIN 58124:2010-09

Material­eigenschaften
Wasserdichtigkeit und Haltbarkeit

Schadstofffreiheit
Keine Weichmacher oder andere Gifte

Preis
Keine Billigfabrikate – lieber Set-Angebote, Sonderaktionen, Vorjahresmodelle o.ä.

Bildmaterial:  Pixabay, Bigstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.