Der neue Heidi Film (2015) jetzt auf DVD, Blu-ray und Digital

Heidi - Der Kinofilm 2015Wer kennt sie nicht, die kleine Heidi von der Alm?!?! Mit ihrem Großvater, dem Alm Öhi, dem Ziegenpeter (Geissenpeter) und Klara Seesemann? Nicht zu vergessen – Fräulein Rottenmeier, die als Kindermädchen und Hausdame so streng war, dass wir sie alle von Anfang an nicht leiden konnten. Selbst heute, 136 Jahre nach Erscheinung des ersten Kinderbuches im Jahr 1880 (damals mit dem Titel „Heidis Lehr- und Wanderjahre“), ist Heidi  noch immer einer der Klassiker in der deutschsprachigen Kinderliteratur. 1881 erschien das zweite Heidi Buch, „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“.

Im letzten Jahr waren erneut viele Kinder im Kino, als der neuste „Heidi“ Kinofilm im Dezember 2015 anlief. Genau richtig zur Weihnachtszeit für die ganze Familie. Denn es ist nicht nur ein Kinderfilm. Heidi funktioniert generationsübergreifend. Die Begeisterung war groß, die Kritiken sehr gut. Zudem wurde der neue Heidi Film mit dem „Prädikat besonders wertvoll“ ausgezeichnet und heute auf dem Lola Festival mit dem Deutschen Filmpreis für den besten Kinderfilm 2015.

Jetzt ist Heidi – der Film (2015) auf DVD, Blu-ray und Digital, für unser „Heimkino“ erschienen!

Es sind auch Sonderausgaben erschienen, als

  • Blu-ray Set (inklusive Booklet, Postkartenset, Poster) als Special Edition
  • DVD Set (inklusive Booklet, Postkartenset, Poster) als Special Edition

Heidi – der Kinofilm (2015)

Heidi ist ein Waisenkind, dass nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Dete, der Schwester von Heidis Mutter, aufwachsen soll. Doch sie wird ihrer Tante sehr schnell lästig und von ihr zum Großvater auf die Alm abgeschoben. Der eigensinnige Alm Öhi (Alpöhi) ist anfangs nicht davon angetan, doch Heidis offene Art und ihre Herzlichkeit erweichen den alten Mann und er schließt seine Enkelin in sein Herz.

Da er selbst in seinem Leben einige schlechte Erfahrungen mit den Bewohnern des Dorfes gemacht hat und er Heidi davor beschützen will, schickt er sie mit dem Geissenpeter im Sommer ganz hoch auf die Alm, um dort mit ihm die Ziegen zu hüten. Die beiden werden über die Zeit richtig dicke Freunde.

Eines Tages steht Heidis Tante wieder vor der Almhütte und möchte sie nach Frankfurt bringen. Dort soll sie Klara, der gelähmten Tochter des reichen Geschäftsmannes Seesemann Gesellschaft leisten. Gleichzeitig könnte Heidi dort das Lesen und Schreiben und gute Umgangsformen lernen.

Frankfurt ist eine große Stadt und ganz anders als das, was Heidi bisher kennengelernt hat. Und obwohl Klara sehr lieb ist und Großmutter Seesemann sich sehr um Heidi kümmert, hat sie schreckliches Heimweh. Nicht nur, dass die strenge Haushälterin Fräulein Rottenmeier ihr dort das Leben schwer macht, sie vermisst auch ihren Großvater und den Geissenpeter. Doch vor allem sind es die Berge die ihr fehlen und die Freiheit, sich in der Natur zu bewegen.

Unsere Meinung

Ich bin überzeugt, dass so gut wie jede Frau einmal im Leben etwas von Heidi mit auf den Weg bekommen hat. Ob als Buch, Zeichentrickserie oder Film. Sehr beliebt war auch die Geschichte von Heidi als Hörspiel auf „Schallplatte“ oder „Kassette“ und heute auf CD. Nicht jede Adaption muss allen gefallen, denn wer liest oder hört, hat ja seine ganz einen Fantasien.

Im neuen Heidi Film wurden diese Fantasien allerdings richtig toll umgesetzt. Zum einen hat man für die Charaktere ganz hervorragende Schauspieler gefunden, jeder einzelne war auf den Punkt getroffen. Zum anderen hat man die Drehorte perfekt ausgesucht. Besonders gut gelungen ist meiner Meinung nach der Spagat, den die Regisseure zwischen der romantischen Berg- und Gefühlswelt und dem realen damaligen Leben, mit all seinen Entbehrungen und seiner Härte gelungen. Manchmal fühlt man sehr mit Heidi und doch ist es zu keiner Zeit kitschig.

Bei dieser Verfilmung haben der Regisseur Alain Gsponer und die Drehbuchautorin Petra Biondina Volpe es geschafft etwas zu transportieren, was ich in den bisherigen Versionen nicht als so vordergründig empfunden habe: Den Klassenunterschied. Natürlich sah man auch in anderen Verfilmungen schon, dass der Alm Öhi und die Familie des Geissenpeters arm an Geld waren und die Familie aus Frankfurt zur oberen Klasse der Gesellschaft gehörte. Doch es war immer so, dass die Liebe des Großvaters, Heidis Freiheit und Unbeschwertheit in den Bergen sowie die innige Freundschaft mit Peter und dessen Großmutter, dies einfach wieder ausgeglichen haben. Ich (und sicher viele andere auch) hätte als Kind gern mein Leben gegen das von Heidi auf der Alm getauscht. Ob die heutigen Kinder nach diesem Film auch so empfinden, vermag ich nicht zu sagen.

Der große Unterschied zwischen arm und reich wird hier wirklich sehr deutlich gemacht. Das harte und karge Leben in den Bergen und wie es war, wenn man nicht zur „besseren Gesellschaft“ gehörte, gegenüber dem Leben in Frankfurt. Als Erwachsener habe ich den Film als überaus gesellschaftskritisch empfunden. Bis auf einige neuartige Erfindungen, hat sich an diesen Klassenunterschieden rein gar nichts geändert. Die meisten hatten nichts, ein paar hatten mehr, aber nur sehr wenige hatten alles. Selten waren solche Missstände deutlicher zu spüren, als sie es heute wieder sind.

Das beeinträchtigt aber in keiner Weise den Filmgenuss, eher im Gegenteil. Man lernt wieder die Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Die Familie, die Freunde, der Zusammenhalt und dass manchmal auch weniger mehr sein kann.

Wir wünschen euch viel Spaß mit Heidi in eurem „Heimkino“!

 

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