Für alle Eltern und Kinder ein MUSS! Disneys „Alles steht Kopf“ – Kinostart 01. Oktober 2015

Wir haben uns schon so lange auf diesen Film gefreut, denn den Teaser gab es ja schon vor etlichen Monaten. Disneys „Alles steht Kopf“ kommt am Donnerstag den 01. Oktober in Disney Digital 3D unsere Kinos! Am Wochenende ist es dann endlich so weit und wir werden ihn uns gemeinsam ansehen. Leider habe ich es ausgerechnet bei diesem Film nicht zur Pressevorführung geschafft, da wir vor kurzem erst mit unserem Büro umgezogen sind. Darum freue ich mich um so mehr auf den Film um ihn gemeinsam mit meiner Familie anzusehen. Doch ich bin sicher, dass Disney und Pixar gerade diesen Film besonders gut gemacht haben. Denn wer kennt sich besser auf dem Gebiet der Gefühle bei Kindern aus?!!

Alles steht Kopf

Im Hauptquartier, dem Kontrollzentrum im Kopf der elfjährigen Riley, leisten fünf Emotionen Schwerstarbeit: Angeführt von der optimistischen FREUDE, die Riley immer nur glücklich sehen möchte, sorgt sich ANGST ständig um Rileys Sicherheit, während WUT auf der Suche nach Gerechtigkeit bisweilen die Hutschnur platzt. Und die aufmerksame EKEL schützt den Teenager davor, sich zu vergiften – körperlich oder mental. Nur die unglückliche KUMMER weiß nicht so Recht, was ihre Aufgabe ist – nun ja, die anderen offensichtlich aber auch nicht.

Als Rileys Familie eines Tages vom Land in eine fremde große Stadt zieht, sind die Emotionen gefragt, Riley durch die bislang schwerste Zeit ihres Lebens zu helfen. Aber als FREUDE und KUMMER durch ein Missgeschick tief im Gedächtnis des Mädchens verschwinden, liegt es an den anderen drei Emotionen, das Chaos in den Griff zu bekommen. Dummerweise haben FREUDE und KUMMER versehentlich wichtige Kernerinnerungen von Riley mitgenommen und müssen diese nun unbedingt ins Hauptquartier zurückbringen, wenn sie nicht für immer verloren gehen sollen. Es beginnt eine aufregende Reise durch ihnen unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis, das Fantasieland, das Abstrakte Denken und die Traum Produktion,  die von den beiden Emotionen alles abverlangt – auch, über den eigenen Gefühlsrand hinauszuwachsen…

Unsere Meinung

Die Trailer sind vielversprechend und wir sind gespannt, wie Disney es wieder einmal schafft Groß und Klein zu begeistern. Ihr wisst, ich bin ein großer Disney Fan und Disney ist für mich ein Garant für große Gefühle, Zauber und Magie!!

Da ich bisher die Disney Filme immer schon vorab sehen konnte, um ihn auch wirklich beurteilen zu können, habe ich mir vorgenommen euch an dieser Stelle nachträglich zu berichten, wie uns der Film gefallen hat. Der ein oder andere schafft es vielleicht noch nicht gleich am ersten Wochenende ins Kino, so dass ich zumindest den Lesern unter euch noch etwas genaueres erzählen kann.

Bis bald!

Nachtrag: Wir waren im Kino!

Es ist der schönste Animationsfilm, den wir seit langem gesehen haben! Die emotionale Achterbahn unserer Gefühlswelt wurde nie besser verbildlicht als in „Alles steht Kopf„! Pixar hat mit dieser Erklärung unseres Tuns und Handelns einen Quantensprung gemacht. Nie konnten wir unsere Kinder, als auch uns selbst, besser verstehen.

Wir lernen Riley als Baby kennen, indem wir zuerst ihren Verstand kennenlernen. Ihre Schaltzentrale im Kopf, in der die Gefühle Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel die Knöpfe drücken und Hebel bedienen. Während sie heranwächst, werden uns natürlich auch ihre Eltern, samt Kontrollzentrum kennen. In Rileys bisherigen Leben steht ohne Frage die Freude im Vordergrund. Auch Wut und Angst haben für die kleine Riley viel zu tun, ab und an auch Ekel – wenn es z.B. um so ekeliges Essen wie Brokkoli geht. Nur Kummer weiß nicht so recht wofür sie zuständig ist und zweifelt an sich. Es wird uns gezeigt, wie die Erlebnisse am Ende eines Tages, über eine Art Röhrensystem ins Langzeitgedächtnis transportiert werden, in schier endlose Gänge mit Regalen voller Erinnerungen. Nur die Kernerinnerungen bleiben in der Kommandozentrale, weil sie für die Entwicklung von Rileys Persönlichkeit wichtig sind.

SPOILER

Als Riley 11 Jahre alt ist, kommt es zu einer unerwarteten Wendung, als sie mit ihren Eltern umziehen muss. Dass die Gefühle da durcheinander geraten wundert nicht. Und dann werden Freude und Kummer durch ein Missgeschick aus der Kommandozentrale befördert. Die beiden landen im Langzeitgedächtnis und wissen nicht wie sie zurück kommen sollen. Als sie durch die Gänge irren, treffen sie auf „Arbeiter“, die für das Löschen von nicht mehr benutzten Erinnerungen zuständig ist. Aber sie zeigen uns auch, warum wir manche Werbe-Jingle nicht mehr aus unserem Kopf bekommen 🙂 Doch Freude und Kummer müssen unbedingt auf schnellstem Weg wieder ins Kontrollzentrum kommen. Sie versuchen zuerst über eine der Persönlichkeitsinseln dorthin zu gelangen. Doch die Familien-, die Quatschmach- und die Fantasie-Insel stürzen tief hinab, auf den Friedhof der Erinnerungen.  Plötzlich begegnet ihnen Rileys früherer imaginärer Freund Bing Bong, der sie auf die Idee mit dem Gedankenzug bringt, der sie wieder zurück bringen könnte.

Dazu müssen sie tief in den Verstand von Riley vordringen, durchs Fantasieland, das Abstrakte Denken, die Traum Studios, bis zum Unterbewusstsein. Selbst als die Freude, Kummer und Bing Bong auf der Erinnerungsdeponie landen, gibt Freude die Hoffnung nicht auf, den Gedankenzug doch noch rechtzeitig zu erreichen.

Was die beiden Emotionen erleben ist so wunderbar und trotz der Komplexität so einfach und naiv erklärt. Wie sie ihren Weg suchen, durch unendliche Wirrungen, nicht aufzugeben.

SPOILER ENDE

Natürlich ist die Umsetzung aller 5 (am stärksten vertretenen) Gefühle Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel ist grandios gelungen. Die kleinen, süßen und bunten Figuren, die schon rein äußerlich sehr gut an ihre Rollen angepasst sind, benehmen sich so, wie wir es uns nicht besser hätten ausdenken können. Freude ist leuchtend gelb, quirlig, fröhlich und optimistisch, Kummer ist zart blau, sehr trübselig, antriebslos und pessimistisch, Angst blass lila, recht hektisch, unsicher und stets besorgt, Wut dunkelrot, sehr aufbrausend, aggressiv und handelt im Affekt und zu guter Letzt noch Ekel, die giftgrün und eher vorsichtig ist und instinktiv handelt. Sie bringen uns zum Lachen und es macht Spaß zuzuschauen, wie Riley mit ihren Emotionen heranwächst. Ob Wut „überkocht“ und Feuer aus seinem Kopf schießen lässt, Angst sich vor Schreck versteckt oder Ekel gerade noch den Brokkoli verhindert. Es sind jede Menge witzige Kommentare und Situationskomik vorhanden, sowohl für Kinder, als auch für uns Eltern. Spannung kommt jede Menge auf, wenn das Abenteuer so richtig Fahrt aufnimmt, so dass die jüngeren Kiddys sicher sehr mitfiebern werden.

Mich hat es umgehauen, wie facettenreich der Verstand, die ganze Gedanken- und Erinnerungswelt aufgebaut sind. Die Fantasie der Macher muss so unendlich groß sein und sie müssen sich bis heute ihr kindliches Gemüt bewahrt haben. Es macht so viel Spaß dabei zu sein, zu begreifen wie Aktion und Reaktion ineinander greifen. Wie ein Baby, Kind und ein heranwachsender Teenager sich emotional entwickeln. Wir Eltern sehen unsere pubertierenden Teenager plötzlich in einem anderen Licht. Wir haben wohl nicht mehr gespürt, wie groß Probleme für sie sein können, die uns als Erwachsene fast unwichtig erscheinen. Wir sehen wie wichtig jedes einzelne Gefühl ist und dass jedes seine Berechtigung hat – sogar der Kummer, den eigentlich keiner haben will. Doch wäre er in unserer Geschichte nicht gewesen, hätte es für Riley und ihre Eltern ein nicht so gutes Ende nehmen können.

Der Film ist aber nicht nur sehr lustig und spannend sondern auch sehr, sehr berührend. An dieser Stelle möchte ich eine Stelle aus einem Interview mit dem Produzenten Jonas Rivera schließen, da es in wenigen Worten alles ausdrückt:

„Wenn unsere Kinder langsam älter werden, neigen wir dazu, die Zeiten zu vermissen, in denen sie auf  unserem Schoß saßen und uns umarmt haben. Natürlich  wollen Eltern  auch, dass ihre Kinder erwachsen  werden und ihren Weg im Leben machen – ich freue mich für meine Kinder und über das, was sie gerade erleben und erfahren – und doch ist es ein bittersüßes und manchmal etwas trauriges Gefühl,  wenn sie die Kindheit langsam hinter sich lassen. Das ist eines der entscheidenden Elemente unseres Films.“

Infos

Alles steht Kopf

Pixar Animation Studios & Walt Disney Pictures

Regie: Pete Docter & Ronnie del Carmen

Produzent: Jonas Rivera

Verleih:  Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

in Disney digital 3D

Länge: 102 Minuten

FSK: 0 Jahre

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.