Wenn dein Kind nicht ins Bett will…

Kennst du das auch? Du bist den ganzen Tag mit deinen Kindern unterwegs, hast ihnen jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und kannst abends kaum noch deine Augen aufhalten – und trotzdem weigern sich deine Sprösslinge, ins Bett zu gehen? Zum einen fragt man sich natürlich als Mutter, woher Kinder die ganze Energie nehmen. Zum anderen wachsen in einem die Zweifel, ob man vielleicht doch etwas falsch gemacht hat.

Altes Thema immer wieder aktuell

Wenn dein Kind nicht ins Bett will_2-0Experten zur Folge kann es verschiedene Gründe haben, warum Kinder nicht schlafen gehen wollen. Häufig ist es jedoch die Nachtruhe an sich, die für Unmut bei dem Nachwuchs sorgt, denn sie bedeutet, dass ein aufregender Tag zu Ende geht. Und weil viele Kinder das nicht akzeptieren wollen, tanzen sie ihren Eltern auf der Nase herum, bzw. drehen nochmal richtig auf. Aber auch Verlustängste spielen hier eine Rolle. Nicht selten haben die Kleinen Angst, sie könnten etwas verpassen oder ausgeschlossen werden, wenn sie als einzige ins Bett gehen müssen, die älteren Geschwister und Eltern aber noch wach bleiben dürfen. Hinzu kommt, dass sich viele Kinder vor der Dunkelheit fürchten. Stellt sich also die Frage, wie man seinem Nachwuchs einen möglichst stressfreien Übergang zur Nachtruhe bescheren kann?

Die besten Tipps zur Nachtruhe

  • An erster Stelle ist es wichtig, dass du dein Kind am frühen Abend schon zur Ruhe kommen lässt. Zuckerhaltige Getränke, schwere Mahlzeiten und wildes Herumtoben sollten in jedem Fall tabu sein, weil sie nur dazu beitragen, dass dein Nachwuchs total aufgekratzt ist und erst recht nicht ins Bett gehen will.
  • An zweiter Stelle solltest du herausfinden, ob dein Kind nur die Nachtruhe verweigert, weil es Angst hat, es könnte was verpassen – oder ob es sich möglicherweise im Dunkeln fürchtet. In diesem Fall kann es schon helfen, die Tür einen Spalt weit offen zu lassen. Alternativ dazu bietet sich immernoch ein kleines Nachtlicht an, das Kindern die Angst vor dem Dunkeln nimmt. Es hat schon vielen Kindern geholfen.
  • Und an dritter Stelle sollte ihr versuchen allabendliche Rituale einzuführen. Vom gemeinsamen Zähneputzen über eine Gute-Nacht-Geschichte bis hin zu einer Kuschelrunde. Wenn ein Kind ganz genau weiß, was es am Abend erwartet, kann es sich besser darauf einstellen und begegnet seinen Eltern nicht mit Unverständnis, wenn es „plötzlich“ zu Bett gehen soll.

Unsere Meinung

Bei uns sind Rituale auch jetzt noch wichtig. Ob am Morgen oder am Abend – es sind feste Abläufe, auf die sich jeder verlassen kann (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel! 😉 ). Nicht umsonst sagt ein Sprichwort „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“. Das gilt eben nicht nur für Kinder sondern im Besonderen auch für uns Erwachsene. Beispiel: Haben wir einmal verschlafen, zieht sich das Elend gefühlt durch den ganzen Tagesablauf.

Der frühe Abend war bei uns in der Regel dann die Zeit, in der es ruhiger wurde. Meine Kids wussten schon Bescheid, wenn es ans Aufräumen ging. Ob im Kinderzimmer oder draußen im Garten – von da an ging alles seinen Weg. Nach dem Ordnung schaffen, Waschen, Schlafanzug anziehen (wir nennen das bei uns „bettfertig-machen“ ) und dem gemeinsamen Abendbrot, über das Sandmännchen und Zähneputzen, bis zum Kuscheln im Bett mit einer Gute-Nacht-Geschichte.

Ich selbst habe bei beiden Kindern Nachtlichter verwendet. Es war auch für mich sehr angenehm, nicht gleich ein helles Licht anmachen zu müssen, wenn ich des Nachts mal zu ihnen ins Zimmer ging. Ein gemütliches, warmes Leuchten, dass ihnen die Angst während des Einschlafens nahm, ebenso in der Nacht, falls sie doch einmal wach wurden. Mussten sie später nachts zur Toilette, konnten sie sich gleich orientieren und fanden ihren Weg.

Meine Kinder schlafen zwar heute nicht mehr mit Nachtlicht (denn meine Große ist ja schon leider aus dem Haus), aber noch immer mit leicht geöffneter Tür. Beide mögen das Gefühl nicht allein zu sein und lauschen deswegen gern gewohnten Geräuschen.

Vergesst bitte nicht das Alter eures Kindes, wenn es darum geht allein einzuschlafen. Waren Sie doch von Anfang an eure nächste Nähe gewohnt, so kann und sollte man dies nicht von einem auf den anderen Tag abstellen. Kleine Kinder brauchen genau diese Nähe und auch Körperkontakt. Das einfachste ist (was mir wirklich niemals schwer gefallen ist!!!), ihr selbst genießt ganz entspannt die Einschlafbegleitung. Wer es „schnell hinter sich bringen will“, der hat meistens schlechte Karten. Denn, ob man es glaubt oder nicht, auch die Kids haben einen 7.Sinn für solche Situationen. Du möchtest ausgehen, bist verabredet, eingeladen? Bestimmt schläft dein Kind genau an diesem Abend nicht so entspannt ein wie sonst 😉  Aber das ist normal! Immer schön daran denken: Ihr seid nicht die einzigen denen es so ergeht und dass die Ausnahme die Regel bestätigt.

Wir haben mit diesen Methoden wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit Geduld, Liebe und Konsequenz schafft auch ihr, dass eure Kleinen leichter in den Schlaf finden. Probiert es einfach mal aus!

Infos

Wenn dein Kind nicht ins Bett will

Tipps, wie dein Kind besser in den Schlaf findet…

  • Rituale
  • entspannte Einschlafbegleitung
  • Tür nicht ganz schließen
  • Nachtlicht

Bilder:

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