„SHREK – Das Musical“ im Düsseldorfer Capitol – Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie!

Ein ganz besonderer, sehr unterhaltsamer und lustiger Samstag Abend liegt hinter uns. Wir waren in SHREKDas Musical, welches für eine kurze Spielzeit, bis zum 4. Januar,  im Düsseldorfer Capitol gastiert. Das Musical von DreamWorks Theatricals feierte im Dezember 2008 Premiere am Broadway in New York und zog dann ans Londoner West End. Nun ist es erstmals in deutscher Übersetzung von Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder zu hören. Mein Mann und ich  kannten den Film  schon, unser Sohn aber noch nicht. Natürlich waren wir ganz gespannt auf dieses „shrekliche“ Abenteuer…

Die Geschichte

Diese Geschichte handelt von Shrek, dem stinkenden, grünen, lauten und starken Oger aus dem Sumpf, mit dem die Menschen nichts zu tun haben wollen. Sie haben Angst vor ihm. Das stört Shrek aber nicht wirklich, denn er lebt gern allein und zurückgezogen, in einem für ihn schönen und schlammigen Sumpf. Er fühlte sich dort sehr wohl – bis plötzlich sämtliche Fabelwesen in seinem geliebten Sumpf auftauchen und obendrein auch noch dort bleiben sollen. Für Shrek allerdings ein Ding der Unmöglichkeit, sie müssen unbedingt wieder weg!

Die Märchenfiguren erzählen ihm, dass der fiese Lord Farquaad sie alle aus Duloc heraus haben wollte. Keine Freaks in seiner Stadt. Aus diesem Grund hat er sie in den Sumpf bringen lassen. So etwas wie sie wolle er nicht um sich haben und sie dürften nie wieder zurück kommen. Also macht Shrek sich auf den Weg zu diesem Lord Farquaad, um diesem klar zu machen, dass es so nie und nimmer bleiben könne. Unterwegs trifft er auf einen gewitzten Esel, der ihm den Weg nach Duloc zeigen und ihn sogleich begleiten will. Zu Shrecks Leidwesen steht das Maul des Esels nie still.

Dort angekommen teilt Shrek diesem Lord Farquaad mit, er müsse seinen Sumpf wieder für sich alleine haben. Doch dieser erklärt ihm lediglich, dass der Sumpf in seinem Reich läge und er somit ihm gehöre. Schließlich hätten diese ganzen Märchenfiguren nichts in seiner Stadt zu suchen! Da hat Farquaad eine Idee, wie er Shrek dazu bringen könnte ihm zu helfen. Da er unbedingt König werden will, benötigt er noch dringend eine Prinzessin zum Heiraten. Er erzählt Shrek, er habe von einer gewissen Prinzessin Fiona gehört, die von einem Drachen bewacht und in einem Turm gefangen gehalten wird. Da er selbst  zu feige ist, schlägt er Shrek folgenden Handel vor: Wenn Shrek ihm Prinzessin Fiona bringen würde, so bekäme er den Sumpf als sein Eigentum überschrieben. Selbstverständlich ohne die Märchengestalten. Gesagt, getan. Shrek und der Esel machen sich auf den Weg die schöne Prinzessin Fiona aus ihrem Turm zu befreien, um sie anschließend zu Lord Farquaad zu bringen.

Dass die Geschichte von Shrek, dem Esel und Prinzessin Fiona, jedoch einen ganz anderen Verlauf haben wird als gedacht, ahnt in diesem Moment niemand…

Unsere Meinung

Ein ganz besonderes Highlight war das Bühnenbild! Unglaublich, was durch die heutige Technik möglich ist. Tolle Projektionen erweckten den Eindruck von echter Tiefe und Weite, so wie Bewegung. Kein „Stillleben“ hinter den Akteuren sondern bewegliche Bilder und Dekoration. Dazu ein absolut fantastisches Ensemble, das mit Leidenschaft spielt und singt. Die englischen Lieder wurden möglichst textgetreu ins Deutsche übersetzt.

Die Hauptdarsteller, Shrek, der Esel, Lord Farquaad und Fiona sind gut besetzt. Andreas Lichtenbergers tiefe Stimme verleiht Shrek noch mehr Präsenz, als er schon durch sein Kostüm hat. Der große grüne Riese ist äußerlich „er-shrecklich“, doch manchmal trügt der Schein. Andreas Wolfram spielt seine Rolle als Esel absolut genial – er lebt sie. Seine Art und Weise, in welcher er die ganze Zeit hindurch die Geschichte vorantreibt, ist wirklich klasse. Immer einen flotten Spruch, eine schräge Bemerkung oder einen lustigen Streich parat. Seine spezielle Gestik und Mimik ist super und steht meiner persönlichen Meinung nach, dem Witzigkeits- und Symphatie-Faktor des Film-Esels in keinster Weise nach. Prinzessin Fiona, gespielt von Bettina Mönch, ist stimmlich klasse, doch ihr Schauspiel wirkt etwas einstudierter, nicht ganz so frei wie bei den drei anderen. Und dann – Carsten Lepper, alias Lord Faquaad. Eine Figur die ich mir echt anders vorgestellt hatte. Ein Fiesling halt, ein bischen böse. Doch bei seinem Spiel stehen nicht die fiesen Charakterzüge im Vordergrund. Natürlich ist er gemein, aber er schafft es mit seiner schauspielerischen Leistung ein Bild von einem Mann darzustellen, das man hier eben nicht erwartet. Farquaad erweckt eher den Eindruck, dass er heimlich wahrscheinlich rosa Unterwäsche trägt. Ein Freak, der keine Freaks in seiner Stadt duldet. Die kleinste Person auf der Bühne, aber er hat uns so viel Spaß bereitet, dass man ihn (trotzdessen er eigentlich der „Böse“ ist)  immer wieder sehen wollte.

Des weiteren ist die Darstellung des Drachen ganz wunderbar gelungen. Ein riesiges. weibliches Drachenwesen in pink , das (seitlich aber für die Zuschauer gut sichtbar) von einer Solosängerin mit einer sehr beeindruckenden Stimme „synchronisiert“ wurde. Traumhafte Augenaufschläge in ungewohnter Drachenmanier inklusive!

Es wäre ja keine richtige Geschichte, wenn nicht auch eine Botschaft darin stecken würde. Die ganze Story handelt vom „Andersein“. Ein Freak zu sein, nicht zur Masse gehören, aus der Rolle fallen. Das bringt unwiderruflich mit sich falsch beurteilt zu werden, nur nach dem Äußeren Erscheinungsbild bemessen und in eine Schublade gesteckt. Genau so, wie es auch im wahren Leben ist. Shrek singt er wäre gern ein Held, um der Prinzessin zu gefallen. Ein Baum von Kerl, groß und stark, aber innen einsam und verletzlich. Und auch die liebreizende Prinzessin hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Denn keiner würde ihr schlechtes Benehmen zutrauen. Nicht zu vergessen Farquaad, der „größte“ Freak von allen, der das Gegenteil von dem ist, was er von seinem Volk erwartet; die Norm, der Durchschnitt. So verpackt verstehen es auch die Kleineren Zuschauer.

Sogar die Liebesgeschichte war kindgerecht verpackt. Wann erleben sie schon mal ein Liebesduell, bei dem ein Oger und eine Prinzessin um die Wette pupsen und rülpsen? Oder der Mann Schlammkekse für seine Liebste backt, ihr mit Insektengerichten eine Freude machen kann und die seinen Sumpf mit ihm teilen möchte?

Es ist ein Musical für die ganze Familie! Ein besonderes Erlebnis, dass man nicht alle Tage hat und deshalb lange in Erinnerung bleibt. Wir hatten jedenfalls einen ganz tollen und lustigen Abend mit SHREK – Das Musical!

Infos

SHREK – Das Musical

zu Gast im Capitol Theater Düsseldorf bis 04. Januar 2015

CAPITOL THEATER DÜSSELDORF
Capitol Theater Betriebs GmbH

Erkrather Straße 30
40233 Düsseldorf

Tel: +49 (0) 211 / 7344-150
Fax: +49 (0) 211 / 7344-155

E-Mail: kontakt@mehr.de

Tickets

SHREK – Das Musical“ – Live 2014/2015
14.10.-04.01. Düsseldorf, Capitol Theater
17.01.-31.01. Berlin, Admiralspalast
04.02.-12.02. München, Kleine Olympiahalle
18.02.-01.03. CH-Zürich, Theater 11
16.03.-22.03. A-Wien, Stadthalle

Alle Bildrechte liegen bei:

Fotos: © Jens Hauer & © Mehr! Entertainment GmbH

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