Kindersicherheit: Wie groß ist die Unfallgefahr zu Hause

Unfälle lassen sich nicht gänzlich vermeiden, schließlich können wir unsere Kinder nicht in Watte hüllen, um sie vor den Gefahren des Alltags zu schützen. Trotzdem können wir das Verletzungsrisiko deutlich minimieren, indem wir unsere eigenen vier Wände „kindersicher“ machen. Denn Fakt ist leider: Die meisten Unfälle passieren zu Hause. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ereignen sich rund 60 % aller Unfälle im Eigenheim und nur 14 % im Straßenverkehr – und die Küche ist der Hauptunfallort. Zu den häufigsten Unfällen zählen hier Vergiftungen und Verätzungen, Verbrennungen und Verbrühungen. Was ja auch zur Küche passt. Aber auch in den anderen Zimmern lauern Unfallgefahren. Diese kann man aber mit entsprechenden Kindersicherungen z.B. von babymarkt.de auf ein Minimum reduzieren. Dort findet ihr ein großes Angebot für die unterschiedlichen Gefahenquellen in Haus oder Wohnung. Wer sein Zuhause mit Sicherungen für Steckdosen, Türstopper oder Alzwecksicherungen für Schubladen und Schränke ausstattet, kann einfach gelassener den Alltag zu Hause mit seinen Kindern angehen.

Unfallgefahr: Wo lauern die meisten Gefahren?

steckdosen-sicherungen

Ganz wichtig – Sicherungen für Steckdosen

In vielen Haushalten sind Putzmittel oder Medikamente noch immer frei zugänglich, sodass hier die Gefahr besonders groß ist, dass unsere Kinder sich daran zu schaffen machen und sich vergiften oder verätzen können. Eine weitere Gefahrenquelle sind heiße Herdplatten und Ofentüren. Sie sind verantwortlich für eine Vielzahl der Verbrennungen, die sich Kinder in der Küche zuziehen. Für Ofen und Herd gibt es spezielle Sicherungen. Türen, Klappen und Schubladen, sollte man mit einer Allzwecksicherung fest verschließen.

Sogar im Kinderzimmer lauern Gefahren für unsere Kleinen. Auch wenn sie sich hier „nur“ kleinere Blessuren zuziehen könnten, zum Beispiel eingequetschte Finger in Türen und Schubladen oder Schürf- und Schnittwunden durch scharfe Möbelkanten, so macht es dennoch Sinn, das Zimmer mit Kindersicherungen auszustatten: Es gibt Schrank- und Schubladensicherungen, Schrankschlösser und einen speziellen Ecken- und Kantenschutz. Des Weiteren sollten hier, wie auch in allen anderen Räumen, die Steckdosen mit einem zusätzlichen Schutz versehen und alle Türen mit einem Türstopper ausgestattet werden.

Vergiftung: Wie verhalten sich Eltern richtig?

Während ihr kleinere Verletzungen mit der Hausapotheke verarzten könnt, ist im Falle einer Vergiftung schnelles Handeln gefragt. Sollte eurer Kind versehentlich Putzmittel oder Medikamente verschluckt haben, geht wie folgt vor:

  • Bringt auf gar keinen Fall euer Kind dazu, dass es sich übergeben muss (z.B. durch Kochsalzlösung oder Finger in den Hals stecken) – dabei durchläuft die ätzende Flüssigkeit nur noch einmal die Speise- und Luftröhre, welche dadurch langfristig geschädigt werden!
  • Ruft sofort beim Kinderarzt an und fragt, was als Nächstes zu tun ist. Noch besser ist es jedoch, gleich das Giftinformationszentrum zu kontaktieren. Am besten sucht ihr euch die Nummer für den Notfall schon im Vorfeld heraus und pinnt sie an eine für euch gut sichtbare Stelle.
  • Verliert euer Kind das Bewusstsein, muss es in die stabile Seitenlage gebracht werden ( darum – „Erste Hilfe“ immer mal wieder auffrischen). Anschließend sofort der Notarzt kontaktieren. Die Nummer lautet wie bei anderen Unfällen auch hier 112.

Tipp: Wer noch mehr zum Thema „Kinder und Gift“ erfahren möchte, wird in dieser Broschüre fündig!

Unsere Meinung

Wir Mütter (Eltern) wissen eigentlich, dass wir uns am Häufigsten in der Küche aufhalten. Und wo sind derweil unsere Kinder? So lange sie noch kleiner sind, immer in unserer Nähe. Selbst dann kann aber schnell ein Unglück passieren. Eine Sekunde nicht hin geschaut, einen Moment abgelenkt und schon ist es zu spät, um zu reagieren. Davon kann sich einfach niemand freisprechen. Werden sie größer und gehen allein auf Entdeckungsreise in Wohnung oder Haus, hat man sie nicht mehr ständig im Blick. Deshalb sollte man die größten Gefahrenquellen einfach im Voraus ausschalten. Wenn ihr euch diese Mühe macht, seid um einiges beruhigter und könnt so gelassener den Alltag mit euren Kindern zu Hause meistern.

Außerdem gibt es Kurse, in denen man „Erste Hilfe für Babys/Kinder“ erlernen kann. Bei erstehilfe.de findet ihr Beispiele, wie ihr in Erfahrung bringen könnt, wo welche Kurse in Bezug auf Kinder angeboten werden. Wie es der Teufel will, ist man als Eltern, Großeltern oder Babysitter, im Ernstfall total überfordert. Dafür gibt es eine sehr hilfreiche Vorlage, die ihr euch als pdf downloaden und ausdrucken könnt. Darauf stehen alle wichtigen Fragen, die ihr beim Anruf des Notdienstes beantworten müsst. Eine kleine Hilfe für den Fall der Fälle, der hoffentlich nie eintreten wird.

Infos

Macht euer Zuhause „kindersicher“!

Ein großes Angebot dafür findet ihr z.B. bei babymarkt.de

Die für euer Wohngebiet zuständige Notfallnummer

heraussuchen und gut sichtbar anbringen

pfd ausdrucken und griffbereit aufbewahren

 

Bildquellen:

Bild 1:
© istock.com/JackF
Bild 2:
© istock.com/whitewish

 

 

  1 comment for “Kindersicherheit: Wie groß ist die Unfallgefahr zu Hause

  1. 24. Juni 2017 at 00:55

    ich stand vor ein paar Jahren vor derselben Entscheidung … und habe Klebeeinsätze von reer gekauft. Die taugen meiner Meinung nach fast gar nichts – behindern aber bei der normalen Benutzung.

    Meiner Meinung nach gibt es nur einen g’scheiten Weg, den erhöhten Berührungsschutz nachzurüsten: Austausch der Steckdoseneinsätze. Hierzu gibt es von einigen Herstellern (z.B. BJ) die Abdeckungen mit erhöhtem Berührungsschutz als Nachkaufteil. Das Problem daran ist: das Teil kostet meist mehr, als eine einzelne Steckdose und ist zudem schwer zu besorgen (telefonisch die Nummer herausbekommen – und dann über den Großhandel besorgen). Da kannst Du genausogut neue Steckdosen (mit Abdeckung) kaufen, die Abdeckungen austauschen – und ggf. die neuen Steckdosen mit den alten Abdeckungen in der Bucht verkaufen.

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