Angelina Jolie überzeugt als dunkle Fee Maleficent – ab 29.05 im Kino!

Die Geschichte von Dornröschen kennt man seit vielen Jahrzehnten und natürlich hat auch Disney sie schon verfilmt. 1959 erschien er als Zeichentrickfilm und Maleficent entwickelte sich zu einer der wichtigsten Rollen in Disneys Märchen, als der Inbegriff  der „bösen Fee“. Doch der neue Disney FilmMaleficentDie dunkle Fee, erzählt eine ganz andere Sichtweise des Märchens als die, die wir bisher kennen. Es ist die Geschichte vor dem Märchen. Angelina Jolie verkörpert im wahrsten Sinne des Wortes die dunkle Fee.

Solltet ihr danach genau so ein großer Maleficent Fan sein wie ich, dann schaut mal hier vorbei…schöne Disneys Maleficent Fan-Artikel

Maleficent

In einer traumhaften Welt voller zauberhafter Wesen wächst das Feen-Kind Maleficent auf, wie es fröhlicher und unbedarfter nicht sein könnte. Gut Freund mit jedem Bewohner und mit prachtvollen Flügeln, fliegt sie durch „ihr“ Land und Leben. Fern ab von der bösen menschlichen Welt und doch nur einen Steinwurf weit weg. Die Gebiete und seine jeweiligen Bewohner leben strickt von einander getrennt. Erfahrungen hatten gelehrt, dass es so besser ist. Als es doch eines Tages ein Junge aus dem Dorf der Menschen in das Land der Feen und Elfen schafft, um dort Edelstein zu stehlen, ist es Maleficent, die ihn vor dem Tod durch ihr Volk  bewahrt. Sie bringt den jungen Stephan zurück hinter die Grenze und die beiden Kinder geben sich zum Abschied die Hände. Dabei schreckt Maleficent plötzlich zurück und vertraut ihm, eher unbewusst, ein wichtiges Geheimnis an – Feen verbrennen sich an Eisen. Er wirft daraufhin seinen Ring fort. Bevor er geht, lässt er sie wissen, dass er sich nicht fürchtet zu ihr zurück zu kommen und dass er vorhabe eines Tages im Schloss seines Königs zu leben.

Stephan kommt wirklich immer wieder zu ihr und sie schließen eine zarte Freundschaft, die über Jahre Bestand hat. Mit der Zeit entwickeln sich mehr Gefühle und an Maleficents 16. Geburtstag küsst Stephan sie. Für Maleficent ist er die große und einzige wahre Liebe, nichtsahnend, dass er vorerst nicht mehr zu ihr kommen wird. Als Maleficent (inzwischen erwachsen, gespielt von Angelina Jolie ) über die Jahre anfängt dies zu begreifen, ist sie sehr traurig und leidet an ihrem gebrochenen Herzen. Doch Stephan verfolgt indes ganz andere Ziele, ehrgeizig wie er ist.

Viele Jahre später will der König des Nachbarreichs sich die Bewohner des Feen-Landes Untertan machen und versucht das Land mit seiner Armee einzunehmen. Doch er muss schnell erkennen, dass er gegen die Kräfte, die Maleficent inzwischen entwickelt hat und ihre Helfer nicht ankommt. Es ist ein harter und kurzer Kampf. Die Männer des Königs haben keine Chance gegen die dunkle, mächtige Armee des Feen-Landes. Große Monster aus dem Erd- und Waldreich kommen dem Ruf von Maleficent nach und eilen ihr zu Hilfe. Bei dieser Schlacht wird der König von ihr schwer verletzt. Im Sterbebett versammelt er seine wichtigsten Krieger um sich und erklärt denjenigen zum König zu ernennen, der es schafft dieses „Biest“ zu töten. Inzwischen hat Maleficent dafür gesorgt, dass eine hohe, unüberwindbare Dornenhecke den Zauberwald umgibt. Auch der nächste Angriff durch die Armee des Königs scheitert kläglich. Stephan (Sharlto Copley) hat es inzwischen bis zum Kammerdiener des Königs geschafft und sieht nun seine Zeit gekommen. Uns offenbart sich nach kurzer Zeit, dass er anscheinend bereit ist einen hohen Preis für seine Habgier zu zahlen…

SPOILER

Stephan macht sich nach vielen Jahren erneut auf den Weg zu Maleficents sagenhaftem Reich. Sie erhört ihn sofort, als er ihren Namen ruft. Mit sehr gemischten Gefühlen tritt sie ihm gegenüber. Er schafft es sie davon zu überzeugen, dass sich seine Gefühle nicht geändert haben. Er lebe aber jetzt auf dem Schloss und wolle sie warnen, denn der König hätte demjenigen seinen Thron versprochen, der es schaffen würde sie zu besiegen und ihr Land einzunehmen. Doch noch während er ihr davon erzählt, gibt er Maleficent einen Trank, der ein Schlafmittel enthält. Als sie tief und fest schläft, zieht er seinen Dolch um sie zu töten. Dann lässt er jedoch die Waffe sinken und bringt es anscheinend nicht über sein Herz.

Was er jetzt tut, ist mindestens genauso bösartig, wenn nicht sogar schlimmer – er schneidet ihre Flügel ab! Eingewickelt in Decken, übergibt er sie zurück im Schloss seinem König, als Beweis für seinen Sieg.
Der König hält Wort, macht ihn zum König und gibt ihm seine Tochter zur Frau.

Der Moment in dem Maleficent erwacht, immer noch stark benommen, ist grausam, denn sie hat starke Schmerzen. Sie kann sich kaum aufrichten, so sehr schmerzt es. Als sie es sieht und begreift was passiert ist, überwältigt sie so großes Leid, bittere Enttäuschung und unbändige Wut, so dass sie herzzerreißende und nicht enden wollende Schreie von sich gibt. Es berührt zutiefst und das Mitgefühl für Maleficent entsteht spätestens jetzt. Von da an erfüllt nur noch eisige Kälte ihr Herz und regiert ihr Land. Und jeden Tag wächst in ihr der Wunsch nach Rache…

Als sie bei einem Spaziergang durch Zufall einem Bauern begegnet, der gerade einen Raben töten will, rettet sie diesem das Leben, indem sie ihn in einen Menschen verzaubert. Diaval (Sam Riley) wird ihr treuester Begleiter, den sie mal in einen Menschen, mal in einen Wolf oder einen Drachen verzaubert. Er ersetzt ihr in Gestalt des Raben ihre Flügel, so dass sie ihren Feind immer im Blick hat. Er ist aber noch viel mehr, denn er entwickelt starke Zuneigung für seine Herrin und wird zu ihrem Gewissen. Eines Tages kommt er von einer Erkundung zurück und erzählt ihr, dass der König und die Königin ein Kind bekommen hätten und eine große Tauffeier für Aurora anberaumt ist. Obwohl es sie innerlich tief verletzt, ist es aber auch zugleich die Gelegenheit etwas heimzuzahlen.

Nun beginnt das Märchen von Dornröschen, der Königstochter Aurora.

Maleficent hat ihren berühmten Auftritt im großen Thronsaal des Königsschloss. Den geladenen Gästen stockt der Atem, als sie in ihrem riesigen, schwarzen Gewand, geradewegs durch den Saal in Richtung Wiege geht. König Stephan ist entsetzt und rechnet mit dem Schlimmsten. Maleficent genießt ihre Überlegenheit und lässt ihn knien und flehen. Doch es kommt, wie es kommen muss und Maleficent legt den Fluch über Aurora. “ An ihrem 16. Geburtstag soll sich die Königstochter an einer Spindel stechen und in einen immer währenden, Todes ähnlichen Schlaf fallen. Der Bann kann nur durch einen „Wahre Liebe Kuss“ gebrochen werden!

Der König schickt sofort seine Leute aus, auf das alle Spindeln verbrannt werden. Die drei guten Feen sollen Aurora an einem geheimen Ort aufziehen und erst einen Tag nach ihrem 16. Geburtstag zurückkehren. Sie machen sich gleich auf den Weg in den Wald, zaubern sich groß und beziehen ein altes Bauernhaus. Maleficent und Rabe Diaval, sind stets in Auroras Nähe und beobachten, wie dieser unschuldige kleine Sonnenschein, einer wie es Maleficent selbst einmal war, wohl behütet aufwächst. Ab jetzt kann man fühlen, wie tief in Maleficents Herz, etwas beginnt sich seinen Weg nach draußen zu bahnen. Aurora indes, entwickelt sehr früh eine Bindung zur Feenwelt, sie liebt die Natur mit all ihren Gaben und bringt ihr so viel Liebe entgegen. Immer mehr erkennt Maleficent die Bedeutung Auroras für das Feenland und für sich selbst.

Je näher Auroras (Elle Fanning) 16. Geburtstag rückt, desto mehr Zweifel überkommen Maleficent, ob der Fluch nicht die falsche Person getroffen hat…

Unsere Meinung

Diese Geschichte zeigt uns eine andere Sicht auf die Dinge, die da kommen. Es ist wie bei allem, das Prinzip von Ursache und Wirkung. Kein Mensch ist von Natur aus böse. Das bewirkt sein Umfeld.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich die FSK 6 Jahre nicht ganz ok finde. Der Film ist sehr spannend, unheimlich und verfügt über einige Schreck-Momente. Das im Kino und in 3D zu erleben wird kleine Kinder mehr erschrecken als erfreuen. Das Problem ist hier in Deutschland aber die die Einteilung in 6, 12, 16 und 18 Jahre. Kinder zwischen 6 und 12 machen eine eklatante Entwicklung durch. Somit kann ich nur wieder betonen, dass die Verantwortung bei und ELTERN liegt, nicht bei einer Behörde oder einem Stempel. Mein Sohn ist 11 und ich werde ihn bedenkenlos mitnehmen. Das hätte ich auch mit 10 Jahren getan. Andere Kinder wiederum sind mit 12 Jahren nicht in der Lage, einen so aufregenden Film anzuschauen, ohne anschließend schlecht zu träumen.

Wer unsicher ist, sieht ihn sich besser ohne Kind an und schaut ihn gegebenenfalls anschließend gemeinsam auf DVD oder Bluray zuhause.

Den Anfang machen traumhafte Aufnahmen, die in 3D ihre Wirkung nicht verfehlen, von einem geheimnisvollen Reich, in dem Feen, Elfen, Gnome und Lichtwesen in Harmonie miteinander leben. Die verzauberte Welt ist sehr prachtvoll ausgestattet und mit viel Hingabe und Liebe zum Detail dargestellt. Ein visuell starkes Werk mit Panoramabildern, Flugaufnahmen und fantastischen Einblicken, in die magische Welt voller fabelhaften Wesen. Ein großes Lob an Robert Stromberg (Alice im Wunderland, Avatar).

Es entsteht ein Bild von Malificent, wie wir es bisher nicht kannten. Angelina Jolie spielt ihre Rolle so dermaßen überzeugend, dass man gar nicht anders kann, als Sympathie für sie zu entwickeln. Nicht nur, weil sie mit aller Macht ihre Welt beschützen will sondern auch, weil ihr persönlich so schreckliches widerfährt. Man bekommt selbst große Wut auf ihre Gegner und Hass auf den Mann, der ihr so großes Leid zugefügt hat.

Angelina Jolie gelingt es jedes Mal grandios, die feinen Nuancen zwischen ihren hin und hergerissen Gefühlen, mit einer unglaublich ausdrucksstarken Mimik darzustellen. Im Originalton ist auch ihr Tonfall sehr facettenreich, ihr gehässiges Lachen einfach perfekt. Der Schrei, nachdem sie den Verrat und das Fehlen ihrer Flügel bemerkt, ging mir durch Mark und Bein und ich hatte das erste Mal mit Tränen zu kämpfen. Und es sollte nicht das letzte Mal sein 😉

Ich persönlich bin auch kein großer Fan von Schlacht-Aufnahmen, aber hier gehören sie einfach dazu. Der Mensch ist eine habgierige Kreatur, nicht nur im Film. Um Maleficents wichtige Rolle für ihr Land darzustellen, aber auch der weiteren Handlung wegen, waren diese, wenn auch unheimlichen, aber beeindruckenden Bilder wichtig. Ebenso die anderen, immer düsterer werdenden Schauplätze. Diese spiegeln den Zustand der Seele von Maleficent wieder.

Disney ist bei diesem Film dem Original von 1959 sehr treu geblieben. Doch dieser kommt (fast) ganz ohne Glitzer, Glimmer und rosa Kleidchen aus. Eine Heldin, die stark und kämpferisch ist und gleichzeitig großherzig und liebevoll. Ich finde Disney hat hier ein wundervolles Märchen vor dem Märchen geschrieben. Für die wichtigste Fee im ganzen Disney Reich.

Eine Sache ist in der Geschichte jedoch geändert worden, damit auch für Maleficent und ihr geheimnisvolles Reich, wieder Licht ins Leben kommt. Ein kleines Detail (mit dem ich nicht gerechnet habe) mit großer Wirkung. Und so schließt sich der Kreis wieder…

Infos

Disney

Maleficent – Die dunkle Fee

Kinostart:  29.05.2014

Genre: Fantasy

FSK: Ab 6 Jahre

Verleih:  Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Länge: 96 (Min.)

Regie: Robert Stromberg

Darsteller: Angelina Jolie, Sharlto Copley, Elle Fenning, Sam Riley,

Tolle Maleficent FanArtikel findet ihr bei uns im Kaufladen

Alle Bildrechte liegen bei Disney (c)

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