Supercalifragilisticexpialigetisch – Mary Poppins auf Blu-ray!

Walt Disneys Meisterwerk „Mary Poppins“ ist ganz ohne Zweifel  d e r  Disney Familienfilm-Klassiker schlechthin! Ich liebe Mary Poppins (- niemals einfach nur Mary!) solange ich denken kann. Er war einer meiner ersten Disney Filme, die ich mit meiner Oma im Fernsehen gesehen habe. Es ist kaum zu glauben, aber wahr – es sind inzwischen 50 Jahre seit dem Start von Mary Poppins vergangen! Nun gibt es diesen DisneyKlassiker mit dem märchenhaften, singenden, zaubernden und „practically perfect in every way“ Kindermädchen  als Jubiläumsedition erstmalig auf Blu-ray!

Mary Poppins – Der Film

Die Geschichte spielt in London um 1910. Ein Straßenmusiker spielt vor einer Reihe Passanten am Eingang eines Parks. Hier lernen wir zum ersten Mal Bert (ganz wunderbar in seinen Rollen: Dick Van Dyke) kennen. Bert ist, wie wir bald erfahren werden, ein sehr guter Freund von Mary Poppins (gespielt von der bezaubernden Julie Andrews). Ob als Straßenmusikant, Pflastermaler oder Drachenverkäufer, Bert wird uns noch öfter begegnen und ist bei einigen der tollen Erlebnissen, welche wir noch miterleben dürfen dabei. Er spricht uns als Zuschauer direkt an, geleitet uns zum Kirschbaumweg 17 und erzählt uns etwas über die Familie Banks, die dort wohnt. Die Geschwister Jane und Michael Banks (gespielt von Karen Dotrice und Matthew Garber), fühlen sich von ihren Eltern (gespielt von Glynis Johns und David Tomlinson) vernachlässigt. Mutter und Vater sind so sehr mit ihren eigenen Dingen beschäftigt, dass die Kinder dabei untergehen. Ihr Vater ist mit seinem Job als Bankangestellter von morgens bis abends geschäftig. Das bringt er mit dem Lied „Ich bin voll Stolz – und bin zutiefst zufrieden“ (original: The Life I Lead) zum Ausdruck. Ihre Mutter engagiert sich beflissen als Frauenrechtlerin in der Suffragetten-Bewegung für das Frauenwahlrecht und singt „Wir sind die Kämpfer fürs Frauenrecht“ (original: Sister Suffragette). So wundert es auch nicht, dass Jane und Michael ein Kindermädchen nach dem anderen aus dem Haus vergraulen, um endlich die richtige Nanny für sich zu finden. Gerade hat die letzte gekündigt und Mr. und Mrs. Banks geben eine Annonce in der Times auf, „Willst Du diese Stellung haben“ (original: The Perfect Nanny). Doch die Vorstellung der Kinder, darüber welche Eigenschaften diese Nanny haben sollte, unterscheidet sich sehr von der des Vaters. Als die beiden ihm ihre Wünsche für eine Nanny auf einem Zettel präsentieren ist er wenig begeistert, zerreißt ihn und schmeißt die Fetzen in den Kamin – nichtsahnend, dass diese wie durch zauberhand direkt den Kamin nach oben und hinaus befördert werden. Bleibt abzuwarten wohin er wohl fliegt…Bald schon stehen etliche Bewerberinnen vor der Tür am Kirschbaumweg 17.

Spoiler

Da dreht der Wind sich plötzlich….

…und die wartenden Damen werden allesamt fortgeweht, bis niemand anders als Mary Poppins mit einem Regenschirm und ihrer wundersamen Reisetasche direkt vom Himmel schwebt und vor der Tür der Familie Banks landet. Als die Haushälterin die Tür öffnet, um eine nach der anderen einzulassen steht dort nur Mary Poppins. Mr. Banks wundert sich sehr darüber, dass sich nur eine Dame auf das Stellenangebot gemeldet hat. Doch das soll nicht das einzige bleiben worüber er sich wundert. Als diese herein kommt und sich als Mary Poppins vorstellt erzählt sie ihm, dass sie genau die richtige für die Stelle sei und hält ihm den Zettel der Kinder hin. Den hatte er doch höchst persönlich in den Kamin geworfen? Trotz aller Zweifel bekommt sie die Stelle als Kindermädchen. Jane und ihr Bruder Michael können ihr Glück kaum fassen, als ihre neue Nanny sich häuslich niederlässt und ihre Tasche auspackt. Was daraus alles zum Vorschein kommt, hätte normaler Weise nie und nimmer in eine solche Reisetasche gepasst! Als sie dann noch erklärt, dass in jeder Arbeit auch ein Stückchen Spaß steckt und anfängt zu singen „Wenn ein Löffelchen voll Zucker“ (original: Spoon full of sugar) staunen die Kinder. Als sie mit lustigem Fingerschnippen anfängt das Kinderzimmer aufräumt, trauen sie ihren Augen kaum.

Und das ist erst der Anfang. Mary Poppins beschließt mit Jane und Michael in den Park zu gehen, wo sie dem Freund von Mary Poppins, dem Straßenmaler Bert begegnen. Er zeigt seine Werke und singt „Chim, Chiminey, ich tu was mich freut und mich freut, was ich tu“ (original: Pavement Artist). Sie betrachten die wundervollen Bilder auf dem Pflaster, als Bert den Kindern erzählt, dass Mary Poppins jemand ganz besonderes sei. Kurz darauf springen alle vier an den Händen haltend in eines der wunderschönen Bilder. Sie befinden sich mit einem Mal in einem großen Park, sind wunderschön angezogen und die beiden Geschwister laufen vor, um mit dem in der Ferne sichtbaren Karrussell zu fahren. Bert und Mary Poppins hingegen tanzen singend den Weg entlang, treffen an einem Cafe auf kellnernde Pinguine und kommen an einem kleinen Bauernhof mit Tieren vorbei (ebenfalls begleitet von einem wunderschönen Lied, das ich immer und immer wieder hören könnte) „Welch ein herrlicher Tag“ (original: Jolly Holiday Song). Am Pferde-Karussel angekommen, steigen auch Bert und Mary Poppins mit auf. Und weil es doch schön wäre noch weiter zur reiten, hüpfen die Pferde aus dem Karrussel, hinein in die traumhafte Landschaft. Wie sollte es auch anders sein, stoßen sie auf eine Reitergruppe bei der Fuchsjagd, mit denen sie ein Stück des Weges reiten und Bert den armen Fuchs vor der hetzenden Hundemeute rettet. Unter dessen ist Mary Poppins an einer Pferderennbahn angekommen und nimmt sehr galant am gerade stattfindenden Rennen teil – und gewinnt. Die anderen sind unterdessen auch angekommen, als Marry Poppins von Reportern umlagert wird und alle ihr gratulieren. Bei dieser Gelegenheit präsentiert Mary Poppins singend ihre weltbekannte Wortkreation:  Supercalifragilistischexpialigetisch! Ein Ohrwurm, den man so schnell nicht vergisst und das wohl bekannteste Wort der Disney Filmgeschichte.

Als es anfängt zu regnen und die Farbe des Straßenbildes verläuft, stehen sie plötzlich wieder vor dem Park. Zuhause angekommen, trocknet Mary Poppins die nasse Kleidung im Kinderzimmer am Kamin und bringt die Kinder zu Bett. Natürlich sind sie noch viel zu aufgeregt von den spannenden Erlebnissen. Mit Hilfe eines besonderen Mary Poppins-Liedes „Bleibt schön wach und schlaft nicht ein“ (original: Stay Awake), in dem den Kindern selbstverständlich gesagt wird sie sollen auf jeden Fall wach bleiben. Zuerst gelingt ihnen das auch, aber bald fallen ihnen die Augen zu und sie schlafen ein.

Als die Kinder am nächsten Tag mit Mary Poppins zum Einkaufen gehen, kommt ein kleiner Hund des Weges und bellt sie an. Wer hätte das gedacht – Mary Poppins versteht sogar die Hundesprache. Dieser erzählt ihr, dass Onkel Albert ein Problem hätte. Sofort machen sie sich auf zu ihm. Bert öffnet ihnen die Tür und meint es sei diesmal sehr schlimm. Sie betreten das Wohnzimmer und Onkel Albert schwebt vor lauter lachen schon an der Zimmerdecke. Das passiert jedes Mal, wenn Onkel Albert sehr viel lachen muss. Je mehr er lacht, desto höher und länger schwebt er. Mary Poppins schafft es erst nicht ihn durch ihre ernsten Worte von dort hinunter zu bekommen. Im Gegenteil. Onkel Albert fängt an Witze zu erzählen, so dass Bert ebenfalls anfängt zu lachen, ebenso die Kinder. Von Mary Poppins zurechtgewiesen, versuchen sie aufzuhören. So lange, bis auch Bert hinauf schwebt und mit seinem Onkel „Ich lach so gern“ (original: I Love to Laugh) singt. Wie man sich denken kann, dauert es nicht lange, bis Jane und Michael so doll lachen, dass auch sie plötzlich schweben. Der Tisch samt Tee-Gedeck folgt ihnen und es wird dort oben richtig lustig. Leider nicht für lange, dann teilt Mary Poppins den Kindern in bestimmendem Ton mit, dass sie jetzt unbedingt gehen und noch einkaufen müssen. Das finden sie alle sehr traurig und schweben langsam wieder hinunter. So eine lustige Teegesellschaft hatten sie noch nie.

Zuhause erzählen die Kinder am Abend ihren Eltern von ihren Erlebnissen. Vom Onkel und von seinem Witz über einen Herrn Krauskopf. Doch der Vater ist gar nicht belustigt, schickt die Kinder zu Bett und hat vor Mary zurechtweisen, damit sie den Kindern nicht solchen Unsinn beibringt. Er erklärt ihr den Sinn vom nötigen Ernst und der Ordnung die ein Mensch in seinem Leben braucht. Dazu singt er: „Es muss ’ne Bank geordnet und präzis‘ sein“ (original: A British Bank). Doch es wäre nicht Mary Poppins, wenn sie nicht auch hier wüsste, wie sie Mr. Banks entgegentreten muss, um ihr Ziel zu erreichen. Sie überzeugt ihn sogar davon, die Kinder am nächsten Tag mit in seine Bank zu nehmen. Mr. Banks wundert sich zwar selbst über „seine“ Idee, findet sie aber bei genauerer Überlegung durchaus sinnvoll. Oben warten die Kinder mit großer Anspannung, da sie befürchten ihr Vati hätte Mary Poppins entlassen. Aber nein, wie sie nur darauf kämen, eine Mary Poppins würde niemals entlassen! Den Kindern wäre es am Liebsten, wenn sie nie wieder geht. Doch Mary Poppins erklärt ihnen, dass sie so lange bleibt, bis der Wind sich dreht. Danach erfahren Michael und Jane, dass ihr Vater sie am nächsten Morgen mit in die Bank nimmt, um ihnen zu zeigen wo und wie er arbeitet. Vor dem Zubettgehen singt Mary Poppins ihnen das Lied von der alten Frau, die am Fuß der Treppe einer Kirche sitzt und für 2 Pennie Vogelfutter verkauft, „Täglich schon früh“ (original: Feed The Birds). Am nächsten Morgen macht der Vater sich mit seinen Kindern auf, um mit ihnen in die Bank zu gehen. Auf dem Weg dorthin sehen sie die die alte Frau vor der Kirche und Michael möchte bei ihr Vogelfutter kaufen. Doch sein Varter ist strickt dagegen, zieht in weg und geht mit den beiden Kindern in das große Bankgebäude. Dort stoßen sie auf Mr. Dawes Senior (was kaum ein Zuschauer bemerkte: diesen spielte ebenfalls Dick Van Dyke, mit einer ganz hervorragenden Maske!) und Junior Direktor, samt Vorstand der Bank. Der alte Direktor möchte Michael die 2 Cent für das Vogelfutter abnehmen und auf einem Konto anlegen. Die Herren stimmen ein und singen gemeinsam „Willst Du zwei Pennie sparen“ (original: Fidelity Fiduciary Bank). Michael wehrt sich vehement und so kommt es durch ein Missverständnis zu einem Ansturm auf die Bank, bei dem viele der Kunden ihr Geld ausbezahlt haben möchten. Die Kinder flüchten in dem Chaos und rennen einfach drauf los.

Doch sie finden sich so allein in der Stadt gar nicht zurecht, da sich sich dort nicht auskennen. Da laufen sie zum Glück Bert in die Arme, der gerade als Schornsteinfeger in der Stadt arbeitet und erzählen ihm was passiert ist. Er bringt die Kinder nach hause und versucht ihnen unterwegs zu erklären, was für einen harten Job ihr Vater täglich erledigen muss, welche Sorgen er sich macht und wie viel Verantwortung er trägt. Die Kinder fangen an ein wenig zu verstehen, warum ihr Vater oft so ernst und streng ist. Dann erzählt er den Kindern von Schornsteinfegerleben, in dem er den ebenfalls sehr bekannten Klassiker „Chim Chim Cheree“ (original: Chim-Chim-Cheree), das Schornsteinfegerlied singt.

Zuhause angekommen kann Bert gleich bleiben, um den Kamin kehren. Als Jane und Michael ihm zuschauen und neugierig Fragen stellen, werden sie plötzlich in den Kamin gezogen und landen auf dem Dach. Gleich hinter drein folgen Bert und Mary Poppins, die gerade gesehen hat was passiert ist. Während die vier sich aufstellen und los marschieren, singen sie das Schornsteinfegerlied weiter. Sie gehen auf den Dächern über London spazieren und sogar als es eigentlich nicht mehr weitergeht, sorgt Mary Poppins durch einen kleinen Wink mit ihrem Schirm, für eine Treppe aus schwarzem Rauch. Es geht nun hinauf bis zur hohen Turmspitze, dann stehen sie am höchsten Punkt und schauen auf das abendliche London hinab. Sie treffen auf dem Rückweg auf Berts Schornsteinfegerkollegen, die sich aus allen Ecken und Schornsteinen auf dem Dach versammeln. Die Schornsteinfeger legen einen artistischen Tanz über Dächer, Schornsteine und Geländer, mit dem Lied „Schritt und Tritt“ (original: Step in Time) hin. Zum Ende gibt es vom etwas schrägen Nachbarn der Banks, dem alten Admiral Boom, ein schönes Feuerwerk am Himmel über ihnen. Anschließend schlüpfen alle nacheinander durch den Kamin der Banks und die anderen Schornsteinfeger verlassen das Haus.

Mr. Banks kann gar nicht glauben was er sieht und möchte eine Erklärung von Mary Poppins, welche ihm mitteilt, dass sie niemals etwas erklärt. Da klingelt das Telefon und Mr. Banks wird gebeten später bitte in die Bank zu kommen. Er hat eine leise Ahnung, was ihn dort erwartet. Bert räumt derweil seine Sachen im Wohnzimmer zusammen, wo er auf Mr. Banks trifft. Die beiden Männer kommen ins Gespräch und Mr.Banks erzählt ihm, dass das Leben nicht immer so läuft, wie man es sich vorgestellt hat. Er singt dazu das Lied „Es träumt ein Mann, er wäre sehr erfolgreich“ (original: A Man Has Dreams). Bert kann ihm vor Augen führen, wie viel er eigentlich von Michael und Janes Kindheit verpasst und ob man manche Prioritäten nicht auch anders setzen könnte. Und wirklich, Mr. Banks macht sich Gedanken darüber. Vor dem Zubettgehen kommen die Kinder noch einmal hinunter und Michael versucht einzulenken. Er möchte seinem Vater das Geld geben und er solle ein Konto für ihn eröffnen. Der Vater bedankt sich bei seinem Sohn. Kurz danach macht sich auf den Weg in die Bank. Unterwegs bleibt ihm Zeit nochmal über einiges nachzudenken.

In der Bank angekommen teilt ihm der Direktor mit, dass er gefeuert sei. Doch er reagiert ganz anders, als die feinen Herren gedacht haben – er fängt an zu lachen. Und ihm fällt das Wort von Mary Poppins ein, Supercalifragilistischexpialigetisch. Ja genau und mehr hätte er dazu nicht zu sagen, das wäre das passende Wort. Alle halten ihn für durchgedreht, als er auch noch anfängt Witze zu erzählen. Zum Beispiel den Witz, den Michael ihm erzählt hatte. Von einem Herrn Krauskopf, der eine Glatze hatte und über den er selbst jetzt erst richtig lachen kann. Der Vorstand ist schockiert, doch Mr. Banks verlässt gut gelaunt die Bank. Nachdem er diese verlassen hat, fängt der Senior Direktor doch glatt an zu lachen, über das was Mr. Banks gesagt und den Witz den er erzählt hat. Er lacht so sehr, dass er vor Lachen an die Decke schwebt. Zuhause geht Mr. Banks in den Keller und ist dort die ganze Nacht beschäftigt.

Am nächsten Morgen stellt der Nachbar Admiral Bloom fest, dass der Wind sich um 180° gedreht hat…

Mrs. Banks hatte sich schon Sorgen über das Verschwinden ihres Mannes gemacht und ihn als vermisst gemeldet. Der Schutzmann ist gerade dort, als Mr. Banks aus dem Keller hoch kommt. Er hat dort unten über Nacht den Drachen der Kinder repariert. Oben packt Marry Poppins ihre Tasche und die Kinder sind sehr, sehr traurig. Sie verstehen nicht warum sie gehen muss. Michael weint und fragt, ob sie nicht doch bitte bleiben könnte. Da erklärt Jane ihrem Bruder, dass Marry Poppins ihnen am Anfang gesagt hat, dass sie nur so lange bleiben wollte, bis der Wind sich dreht. Von unten ruft der Vater seine Kinder und Marry Poppins schickt sie hinunter ohne große Worte des Abschieds.

Unten nimmt der Vater seine Kinder und Frau an die Hand und will mit ihnen den Drachen im Park steigen lassen. Dabei singen sie gemeinsam das wunderschöne Lied „Für zwei Pennie Papier schon genügt“ (original: Let’s Go Fly a Kite)! Bert steht am Eingang des Parks und verkauft Drachen. Er lächelt und freut sich sehr, als er die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern kommen sieht. Die Familie trifft im Park auf den Junior Chef der Bank, zusammen mit dem Vorstand, welche dort ebenfalls alle einen Drachen steigen lassen. Dieser erzählt ihm, dass sein Vater gestern vor Lachen in die Luft gegangen sei, während er herzlich über den gestrigen Witz gelacht hat. Er hätte seinen Vater noch nie so lachen gehört, wie an diesem Abend. Sein Vater wolle auch gerne dort oben bleiben. Deswegen würde er fest damit rechnen, dass Mr. Banks morgen wieder in die Bank kommt, da  ja mit dem Direktionsposten viele neue Aufgaben auf ihn warten würden.

Und Bert steht noch vorn und bemerkt es gleich, als plötzlich der Wind sich dreht….

Mary hat erreicht was sie wollte. Eltern und Kinder sind einander näher gebracht. Ein letzter Blick auf die Kinder und ein Kommentar ihres sprechenden Schirms. Mit etwas glitzerndem im Auge, einem Lächeln auf den Lippen, ihrer Tasche und dem Schirm, schwebt sie hinauf in den Himmel…

Extras

Die Blu-ray bietet euch fantastische Extras, die ihr auf gar keinen Fall verpassen dürft! Etwas mehr als 4 Stunden Bonusmaterial könnt ihr euch anschauen. Wunderbare Mitschnitte vom Dreh oder die Begegnung mit Richard Sherman, der von seiner damaligen Zusammenarbeit mit Walt Disney und dem Schauspieler Richard Sherman im Film, Jason Schwartzmann, berichtet. Der Komponist verrät desweiteren alternative Songs, die es dann doch nicht in den Film geschafft haben sowie kurze Szenen, die dem Schnitt zum Opfer fielen oder geändert wurden. Insgesamt haben es von den 32 Songs der Sherman Brüder, nur 14  in den fertigen Film geschafft. Einige dieser im Film nicht verwendeten Lieder, haben in anderen Produktionen einen Platz gefunden. Bei Mary-Oke könnt ihr mitsingen und wer die Lieder noch nicht auswendig kann, darf ablesen. In einem anderen Special sehen wir Richard Sherman, Dick Van Dyke und Julie Andrews in alten Erinnerungen schwelgen. Ein weiteres Extra ist der Kurzfilm von 2004 mit Juli Andrews. Sie begegnet zwei Kindern, mit denen sie wie damals im Film in ein Straßenbild hüpft. Dort erleben die drei ein Abenteuer mit einer verblüffend schlauen Katze. Diese Sequenz stammt aus dem Buch „Mary Poppins Opens the Door“. Es sind zudem auch alle DVD-Extras auf dieser Veröffentlichung enthalten. Lang schon verschollene Aufnahmen der Filmpremiere mit Stars der damaligen Zeit und natürlich den Hauptdarstellern des Films sind ein weiteres High Light. Nicht nur für Kinder sind die Hintergrundinformationen zu den damaligen Tricks und Effekten interessant.  Alles in allem ein ganz wundervolles Paket rund um den Film:

So wird man Mr. Sherman, Mary-Oke, Making Of, Mary Poppins am Broadway, Disney Liederauswahl, Zusätzliches Lied: Chimpanzoo, Magische Spezialeffekte, Eine musikalische Reise mit Richard Sherman, Gala-Weltpremiere & Party, Anatomie einer Szene, Dick Van Dyke Make-Up Test, Diverse Trailer & TV Spots.

Unsere Meinung

Wahrscheinlich habt ihr schon gemerkt, dass Mary Poppins etwas ganz besonderes für mich ist. Bitte entschuldigt darum diesen langen Bericht. Aber wer den Film noch nicht kennt, der muss ihn jetzt einfach ansehen. Bisher hatte ich ihn „nur“ auf DVD, doch für jeden Disney Fan ist die Blu-ray ein absolutes MUST HAVE!

Wer kennt und liebt sie nicht, die zauberhafte, wundervolle, besondere, liebenswerte und einzigartige Mary Poppins?! Schon mehrere Generationen konnten sich an der Geschichte des außergewöhnlichen Kindermädchens und der Familie Banks erfreuen. Natürlich ist auch Bert nicht zu vergessen, der an der Seite von Mary Poppins und den Geschwistern Jane und Michael, eine absolute Glanzleistung vollbringt. Eine ganz wunderbare Figur, die im Film auf keinen Fall hätte fehlen dürfen. Mr. und Mrs. Banks spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte. Auch wenn beide nicht so oft zu sehen sind, so ist vor allem Mr. Banks eine ganz ausschlaggebende Person. Denn seine Überzeugung die Kinder mit „Zucht und Ordnung“ zum nötigen Ernst im Leben zu erziehen, besser noch gesagt erziehen zu lassen, macht das Erscheinen von Mary Poppins erst so wichtig. Von den Eltern vernachlässigte Kinder waren auch damals ein Thema. Was die Kinder sich von Herzen wünschen, ist keine märchenhafte Fee, die ihnen jeden Wunsch erfüllt. Es ist viel mehr eine Vertrauensperson, die sie und ihre noch grenzenlose Fantasie versteht und mit dem Herz dabei ist. Wer wäre da besser geeignet als eine Mary Poppins?

Der Film hat absolut gar nichts von seinem Charm und Zauber verloren. Ein Familienfilm, wie er typisch für Disney war und ist. Mary Poppins wird immer einer der größten Klassiker bleiben. Niemand schafft es Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu unterhalten, wie es Disney versteht.

Walt Disney hatte seinen Töchtern ein Versprechen gegeben. Er versprach ihnen das Kinderbuch „Mary Poppins“ (1934) von Pamela L. Travers zu verfilmen. Dass er gut 20 Jahre darauf warten müsste hätte er nicht gedacht, als er seinen Kindern das Versprechen gab. Doch dann war es endlich soweit und der Dreh fing an. Walt Disney scheute weder Kosten noch Mühe, um dieses Buch endlich auf die Leinwand zu bringen. Auch wenn er strikte Auflagen von P.L. Travers bekam, die den Dreh „überwachte“. Wieder einmal war es Disney, die neue visuelle Effekte auf den Weg brachten, welche man in den 60gern so noch nicht gesehen hatte. Man vereinte Real- und Trickfilm. Der Vorläufer des Green-Screen-Verfahrens, machte die Verschmelzung von  Realfilm und Zeichentrickfiguren möglich. Überhaupt war der Film eine Glanzleistung von Regisseur Robert Stevenson, der auch noch weitere Filme für Disney gedreht hat.

Insgesamt kam Mary Poppins bei der OSCAR-Verleihung 1967 auf 13 Nominierungen und erhielt anschließend fünf der begehrten Trophäen. Unter anderem eine für Julie Andrews, die den Preis in der Kategorie „Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle“ bekam, Peter Ellenshaw, Hamilton Luske und Eustace Lycett erhielten ihn für die Spezialeffekte und ein weiterer Preis für die beste Musik und den besten Song ging an die Sherman-Brüder für „Mary Poppins“. Die Songs der Sherman Brüder wurden zu unvergessenen Ohrwürmern. Dazu kam 1965 noch der British Film Academy Award, der Golden Globe sowie ein Grammy.

Qualität

Eine unglaubliche Überarbeitung des Filmmaterials zeigt sich uns in Bild und Ton. Keine verfälschten Farben mehr und selbst die alten Tricks wirken nicht mehr so ruckelig. Selbst die realen Filmszenen überzeugen komplett, die durch ihren tollen Kontrast und Schärfe ein glasklares Bild liefern. Dabei fällt es gar nicht auf, dass der Film bearbeitet wurde. Genau das macht es aus. Eine hervorragende High-Definition Bearbeitung, die keine Wünsche mehr offen lässt – Mary Poppins war noch nie so schön.

Was die Audio-Bearbeitung betrifft, so kann die 5.1 Surround Mehrkanaltontechnik vollends überzeugen. Wer über eine solche Anlage verfügt kann sich glücklich schätzen. Lasst euch mitreißen vom Klang der Songs, die auch nach 50 Jahren immer noch ins Ohr und in die Beine gehen. Dabei kann man einfach nicht ruhig dasitzen und nur zuschauen. Es ist einfach toll, was nach so langer Zeit noch machbar ist.

Infos

Mary Poppins  erstmalig auf Blu-ray als Jubiläumsedition

Originaltitel: Mary Poppins
Genre: Animation
Produktionsland/-jahr: USA / 1964
FSK: ab 0 Jahren
Lauflänge: 139 Minuten
Copyright: © Disney

Bildformat: 1,66:1 / 16:9
Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS-HD 5.1
Französisch: Dolby 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Sonstige: Dolby Digital 5.1:Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch

Untertitel:
Deutsch
Englisch
Spanisch
Sonstige: Portugiesisch, Russisch

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