Kinostart für Disneys „The Lone Ranger“… mit Johnny Depp

Um gleich mal ganz ehrlich zu sein, Western waren noch nie mein Ding – bis jetzt! Denn nun kommt Disneys neuer Film „Lone Ranger“ in unsere Kinos! Ich gebe zu, dass Johnny Depp allein schon für mich ein Grund ist, um mir einen Film anzusehen. Und dass dieser Film einmal als kultiger Western gelten wird, bin ich mir ziemlich sicher. Mit so viel Spannung wie ein guter Krimi und einem ziemlich gutem Plot, pures Wild West Abenteuer um die Anfänge im Bau von Eisenbahnstrecken, wie auch dem Zwist zwischen dem weißen  Mann und den Indianern und nicht zu vergessen, ein ganz spezieller Humor. Es erwartet euch ein ganz einmaliger Johnny Depp und ein furioser Armie Hammer in den Hauptrollen. Zudem ist es ein MUSS sich diesen Film im Kino anzusehen, da er auf jeden Fall eine große Leinwand verdient!

The Lone Ranger

Mit großer Sicherheit werden jetzt eingefleischte Westen-Fans sagen, dass Lone Ranger ja gar kein „richtiger“ Western ist. Doch ich muss Diejenigen unter euch, die so denken, enttäuschen – es ist ein echter Western! Es ist nicht „700 Meilen westwärts“ oder „Der letzte Wagen“ und es spielt weder ein John Wayne, noch ein Richard Widmark mit … auch wenn dem ein oder anderen Filmklassiker in kleinen Anspielungen gedacht wird. Dafür sehen wir zwei ganz hervorragende Schauspieler unserer Zeit in den Hauptrollen, gepaart mit jeder Menge technischen Highlights. Johnny Depp als Tonto und Armie Hammer als John Reid alias the „Lone Ranger“. Die weiteren Rollen besetzte man mit einem ebenfalls grandiosen internationalen Cast: Tom Wilkinson als Latham Cole,  James Badge Dale als Dan Reid, William Fichtner als Butch Cavendish, Ruth Wilson als Rebecca Reid und, wie so oft in den letzten Filmen mit Johnny Depp, eine hinreißende, zweifach Oscar-nominierte und sechsfach Golden Globe-nominierte Helena Bonham Carter als Red Harrington, eine äußerst selbstbewusste Chefin eines Vergnügungs-Etablissements.

Der Film vom Erfolgsproduzenten Jerry Bruckheimer & Gore Verbinski  als Regisseur ist ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Schon im Piraten-Genre ist es ihnen gelungen, die erfolgreichste Piratensaga aller Zeiten zu drehen, „Pirates of the Caribbean in deutsch „Fluch der Karibik„. Jetzt ist der Western wieder da – und zwar so richtig!

Spoiler

1933 – Ein kleiner Junge in einer „Lone Ranger“  (engl. einsamer Hüter) Verkleidung, geht auf den Jahrmarkt und sieht sich dort eine Wander-Ausstellung an, in der er auf den alten Komantschen Indianer Tonto als lebendiges Ausstellungsstück der Ureinwohner des Wilden Westens trifft. Plötzlich fängt der alte Indianer an dem Jungen zu erzählen, wie im Jahre 1869 aus dem gesetzestreuen und gelehrten John Reid, der berüchtigte Held mit der ledernen Augenmaske wurde. Dies geschieht in Rückblenden, die zwischendurch immer mal wieder von der Gegenwart unterbrochen werden.

Es ist das Jahr 1869 und der Bau der transkontinentalen Eisenbahn steht im Mittelpunkt. Geld und Macht, Korruption und Habgier machen sich breit, der Westen ist wild.

John Reid (Armie Hammer) möchte als frisch gebackener Anwalt gerne Ordnung und Gesetzestreue in den bisher noch wilden Westen bringen. Dorthin, wo er als Kind aufwuchs und sein Bruder Dan (James Badge Dale) als Texs-Ranger arbeitet, nach Colby.

Tonto (Johnny Depp) ist mit dem gleichen Zug unterwegs, in dem auch der berüchtigte Butch Cavendish (William Fichtner) als Gefangener mitfährt, welcher Anführer einer über die Grenzen hinaus bekannten Verbrecherbande ist. Dieser soll in Colby seiner gerechte Strafe zugeführt und gehängt werden. Tonto erwartet das gleiche Schicksal.

Doch was wäre ein Western, wenn der Bösewicht gleich am Anfang stirbt und ohne einen Überfall? Während einer spannenden und actiongeladenen Befreiung von Cavendish durch seine Bande, nutzt auch Tonto die Chance und flieht. In dem kleinen Städtchen Colby erwartet man voller Vorfreude feierlich den ersten Zug am neuen Bahnhof mit seiner „gefährlichen Fracht“, nichtsahnend von dem Überfall. Nun muss Ranger Dan sich mit treuen Helfern zu Pferd auf die Jagd begeben, um den Verbrecher dingfest zu machen. John möchte seinen Bruder begleiten, damit auch kein Gesetz gebrochen wird. Als sie dabei in einen Hinterhalt der Cavandish-Bande geraten, werden Dan und alle seine Begleiter getötet. Bis auf John, der sich schwer verletzt tot stellt und die Besinnung verliert.

Tonto findet später die toten Männer und begräbt sie. Doch kurz vorher wird John durch das weiße „Seelenwanderer-Pferd“ aus den ewigen Jagdgründen wieder ins Leben zurückgeholt. Danach bekommt er von Tonto seinen Spitznamen „Kemo Sabe“, was so viel bedeutet wie „Vertrauter Führer“ oder „Jemand, der vom üblichen Weg abweicht“ . So ist der zukünftige Lone Ranger auch zu seinem besonderem Pferd Silver gekommen.

Hintergrundinfos

Es sollte ein Western-Held sein, der auch Kinder begeistert, so der Wunsch des Chefs eines Radiosenders in Detroit. Das es mal fast 3000 Hörspiel-Sendungen geben würde, hatte damals noch keiner gedacht. Die US-amerikanische Radiosendung und TV-Serie „The Lone Ranger“, ein maskierter Texas Ranger im Wilden Westen, war das Vorbild zu diesem Film und eine Ikone der amerikanischen Kultur. Es folgten Fernsehserie, Bücher und ein paar Spielfilme. Mit seinem Freund Tonto, einem Komantschen Indianer, kämpfte der Lone Ranger gegen das Unrecht, immer dabei, sein Pferd Silver.

Unsere Meinung

Dieser Film muss im Kino angeschaut werde, damit die einmalig schönen Panoramaaufnahmen, wie auch die wirklich gelungenen Stunts und Actionszenen ihre Wirkung entfalten können. Mit Grund erst FSK 12 oder ab 6 Jahre mit Eltern, denn es geht schon heiß her. Lone Ranger ist ein Familienfilm aus der Disney-Schmiede und ein absolut spannendes Abenteuer. Die Schauspieler verkörpern ihre Rollen allesamt grandios, die ganze Film-Crew hat unglaubliches geleistet, auch körperlich. Stunts wurden mehrmals von Johnny Depp selbst ausgeführt. Ein Western, der geladen ist mit Panoramabildern. Einfach klasse!

(Für Eltern:)

Bis auf eine Szene, die mir ganz und gar nicht gefallen hat und meiner Meinung nach auch nicht in einen Familienfilm gehört. Warum ein Westernbösewicht das Herz seines Erz-Feindes herausschneiden und verspeisen muss, ist mir ein absolutes Rätsel. Man sieht es zwar nicht, nur andeutungsweise durch Bewegungen und ein wenig künstliches Blut, aber darauf hätte man meiner Meinung nach, dann auch noch verzichten können. Ich fand Cavendish schon als Figur an sich schon sehr fies, was für einen schweren Verbrecher eigentlich genau richtig ist. Ich werde mir den Film mit meinem Sohn (10) noch einmal gemeinsam im Kino anschauen. Die Sequenz aber, in der Butch Cavendish sich dann so an seinem schon toten Opfer Dan Reid vergreift, ist für einen Erwachsenen absehbar, wenn man weiß, dass sie nach der Schießerei im Hinterhalt vorkommt. Und ihr wisst es ja jetzt 😉 Ich werde meinem Sohn darauf vorbereiten und sie ankündigen, so dass er, wenn er möchte, auch gerne wegschauen kann.

Ansonsten kann ich diese ganzen miesen Kritiken überhaupt nicht verstehen. Alle sagen das gleiche, als wenn man sich vorab schon darauf geeinigt hätte, was alles an diesem Film schlecht sein soll. Man hat das Gefühl, keiner vertritt eine persönliche Meinung. Das finde ich sehr traurig. Ich gehe niemals voreingenommen in einen Film (außer Johnny Depp spielt mit ;-D ) sondern bilde mir meine eigene Meinung. Oft schon gefielen mir Filme sehr gut, die vorab so schlechte Kritiken bekommen hatten. Und wie gesagt, ich war noch nie ein Western-Fan – bis jetzt. Lone Ranger bietet alles was ein richtig guter Western braucht und noch viel mehr! Ich habe nicht gemerkt, dass der Film Überlänge hatte, dazu war es viel zu spannend.

Ich kann den Film nur jedem empfehlen, der auf Abenteuer, Action, Spannung, Humor und Cowboys steht. Lasst euch darauf ein und fiebert mit, wenn der Lone Ranger und sein kurioser Freund Tonto, Gerechtigkeit ausüben.

Infos

Lone Ranger

Im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

FSK: ab 12 Jahren

Produktion: Jerry Bruckheimer & Gore Verbinski

Länge: 149 Minuten

Kinostart: 08.08.2013

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.