Hamburg – ein Ausflugsziel für die ganze Familie!

Blick auf Hamburgs Kupferdächer an der Außenalster

Im Frühling und Sommer kommt die Unternehmungslust zurück. Da möchte man die langen Wochenenden, die sich durch Feiertage ergeben auch ausnutzen, um den ein oder anderen Kurzurlaub oder Wochenend-Tripp zu machen. Je nach Entfernung kann es natürlich auch eine Tagestour sein. Viele machen sich jetzt wieder auf die Suche nach schönen Plätzchen und Ausflugszielen in Deutschland oder Städtetouren. Mit Familie muss man dabei etwas sehr wichtiges einplanen – nämlich dass alle ihren Spaß haben sollen. Abwechslung ist gefragt. Etwas für Mama und Papa und vor allem etwas für die Kinder. Wir waren für 4 Tage in Hamburg und sind total begeistert von dieser wunderschönen grünen Stadt an der Alster und von dem, was Hamburg alles zu bieten hat. Für uns steht fest:  Hamburg ist einfach toll und ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

Ausflugs-Tipps für Hamburg

Hamburg ist immer eine Reise Wert, auf der ihr tolle Sachen unternehmen könnt, welche der ganzen Familie Spaß bereiten. Ein Kurzurlaub in der wunderschönen Hansestadt, traumhaft an Alster und Elbe gelegen. Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie viel Natur und Grün Hamburg zu bieten hat, jede Menge Grünanlagen und Parks. Auch sonst ist diese Stadt so abwechslungsreich und interessant, dass jeder für sich etwas finden kann. Von Ruhe und Natur bis zu seinem ganz speziellen Nachtleben, wie es eben nur Hamburg hat. Einfach mal die Seele baumeln lassen, aufregende Attraktionen besuchen oder viel Kultur und Wissen aufsaugen, eben ganz, wie es euch gefällt. Hier nenne ich euch nur ein paar Vorschläge, die wir (fast alle) selbst unternommen haben. Wir möchten aber unbedingt noch mehr von Hamburg sehen und kennenlernen, warum wir auch demnächst wieder in dieser schönen Stadt einen Kurzurlaub machen werden.

Die Hamburg-CARD

Mit der Hamburg-CARD, welche euch zusätzlich noch Ermäßigungen auf viele Attraktionen bietet, seit ihr mit Bus, S-Bahn und U-Bahn so mobil, dass ihr in Hamburg getrost auf euer Auto verzichten könnt. Ihr habt mit der Hamburg-CARD freie Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten Geltungsbereich des HVV und erhaltet außerdem bis zu 40% Rabatt bei über 150 Angeboten. Um an sein Ziel zu kommen, wartet man an keiner Haltestelle länger als 5 Minuten. Das nenne ich Großstadt-Feeling mit Service. Wir haben für das 3-Tage Ticket für uns drei 34,50 € bezahlt.

Planten un Blomen

Mitten in der Innenstadt liegen die Alten Wallanlagen und der berühmte Park „Planten un Blomen„. Hier findet ihr nicht nur den größten Japanischen Garten Europas, sondern auch einen Botanischen Garten mit einem Tropenhaus und viele andere tolle Unterhaltungsmöglichkeiten. Für Kinder gibt es mehrere sehr schöne Spielplätze oder Ponyreiten sowie eine tolle Trampolinanlage und Wasserspielgeräte laden bei gutem Wetter zum spielen mit dem kühlen Nass ein. Beim Minigolf ist die ganze Familie gefragt. Es gibt auch eine Töpferstube sowie eine Rollschuhbahn, die im Winter ganz einfach zur Kunsteisbahn umfunktioniert wird. Etwas besonderes und außergewöhnliches sind die täglichen Theatervorführungen für Kinder in den Sommermonaten oder die Clowns, Zauberer und Zirkusartisten, die es dann dort zu bestaunen gibt. Für uns Erwachsene finden die sommerlichen Konzerte im Musikpavillon und die allabendlichen Wasserlichtkonzerte statt, bei denen man die Natur genießen kann.

Die Roten Doppeldecker (c)

Stadtrundfahrt

Ebenfalls ein absolutes „Muss“ ist eine Stadtrundfahrt in einem der Doppeldecker-Busse, die bei schönem Wetter sogar oben offen fahren. Es werden unterschiedliche Touren angeboten und ihr könnt an den jeweiligen Haltestellen aussteigen um etwas zu besichtigen und jede halbe Stunde in den nächsten Rundfahrtenbus wieder einsteigen. Es gibt die „classic“ Rundfahrt, auf der die bekanntesten Sehenswürdigkeiten angefahren werden oder auch eine Museen-Tour. Es sind verschiedene Anbieter mit ihren Doppeldeckern unterwegs. Wir waren mit „Die Roten Doppeldecker“ auf Entdeckungstour.

Große Hafenrundfahrt

Containerschiff im Containerhafen

Die große Hafenrundfahrt (am besten macht ihr die mit einem der kleineren Schiffe oder einer Barkasse, da diese auch in die engeren Bereiche des Hafens vordringen können) mit Einblicken in die verschiedenen Docks und den riesigen Containerschiffen, die dort mit übergroßen Kränen, bedient von nur einer Person, be- und entladen werden. Wir waren mit Kapitän H.Prüsse unterwegs und wurden ganz nah an die „großen Pötte“ gebracht, jene Schiffe, welche von Hamburg aus an die 100 Häfen weltweit anlaufen. Ganze 1,5 Stunden waren wir unterwegs und sind zuerst zur wunderschönen Speicherstadt sowie zu Schleusen und Kanälen geschippert. Das ist aber Tideabhängig. Dann an den Werften geht es dann vorbei zum Container Terminal, dem Waltershofer Hafen mit seinen Ozeanriesen, wo es einem den Atem verschlägt beim An- beziehungsweise Auf-Blick und den tausenden von Containern. Danach ging es zurück auf die Elbe, vorbei an der Hafenkante, der Perlenkette Hamburgs und Vergnügungsmeile und wieder zurück zu den Landungsbrücken. Schön ist auch, dass man wirklich sehr viele Informationen zu den einzelnen Anlaufstellen während der Fahrt bekommt.

Die Alster vom Schiff aus gesehen

Alsterrundfahrt

Absolut Lohnenswert und richtig idyllisch ist eine Alsterrundfahrt durch das sogenannte „kleine Venedig“ Hamburgs, bei der man wunderschöne alte Häuser und Villen mit ihren prachtvollen Gärten bestaunen und die Natur genießen kann. Auch hier gibt es unterhaltsame Infos während der Fahrt und nebenbei erfährt so das ein oder andere Detail zu Gebäuden und Plätzen. Es ist auch möglich die Alster auf eigene Faust in einem Ruder- oder Tretboot zu erkunden. Man sollte die kleinen Kanäle aber bitte  nicht unterschätzen, denn sie sind sehr verzweigt und es hat sich schon so mancher darin verfahren, der sich nicht auskannte.

Museumsschiffe

Museumsschiff Cap San Diego

Besucht, wenn ihr die Zeit und Lust habt, eines der beiden Museumsschiffe, „Cap San Diego“ und „Rickmer Rickmers“, oder das größte, ohne Atomkraft betriebene U-Boot der Welt im Hamburger Hafen. Bei der „Cap San Diego“ handelt es sich um einen Stückgutfrachter, der einen festen Liegeplatz an der Überseebrücke hat und welcher noch bis 1988 bis nach Südamerika fuhr. Er gilt unter den  historischen Museumsschiffen als das größte, noch seetüchtige Museumsschiff der Welt. Liebevoll kümmern sich pensionierte Seeleute ehrenamtlich um die Erhaltung dieses eleganten Frachters. An Bord sind 4 Einzel- und 4 Doppelkabinen, in denen man auch übernachten kann. Wir waren zufällig an Bord, als auch eine Hochzeitsgesellschaft dort feierte. Man kann dort Räumlichkeiten für Feste und Feiern anmieten. Seit neuestem sticht sie auch wieder in See. Zu Sonderfahrten nach Cuxhaven zum Beispiel. Die „Rickmer Rickmers“ ist eine Dreimastbark und feierte bereits 1996 ihren 100. Geburtstag. Sie gilt als eines der Wahrzeichen von Hamburg und liegt seit 1983 hier im Hafen vor Anker. Die Windjammer wurde 1896 in Bremerhaven als Vollschiff gebaut und segelte bis nach Hongkong. Später wurde sie zur Bark umgetakelt und überstand sowohl Taifune, als auch Kriege, bevor sie von den Portugiesen beschlagnahmt wurde. Sie transportierte Güter, diente als Schulschiff  und wurde 1962 stillgelegt, bis sie 1983 endlich wieder nach Hamburg geschleppt werden konnte. Seitdem kann man sie als beeindruckendes Denkmal der Seefahrt dort besichtigen. Das U-Boot U-434 gehörte zur russischen U-Boot-Flotte und ist eines der faszinierendsten Boote, das jemals gebaut wurde. Es wurde für besondere Einsatzzwecke genutzt, wie gefährliche U-Bootjagden bei der Blockade vor Kuba, geheime Spionagemissionen vor der Ostküste der USA oder lange Patrouillenfahrten in den Hoheitsgewässern der Sowjetunion. Bis bis April 2002 stand es insgesamt 26 Jahre im Betrieb der Sowjetunion. Es ist eines der letzten U-Boote der Tango-Klasse weltweit. Hier erlebt ihr die Technik hautnah, Abenteuer live und taucht ein in die geheimnisvolle Welt eines der größten stillgelegten und nicht-atomaren Jagd- und Spionage-U-Boote der Welt!

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Disneys Musical Tarzan (c)

Ein ganz spezielles Highlight sind nach wie vor die Musicals. Wir haben uns für „Tarzan“ in der Neuen Flora entschieden und es war ein unglaublich schönes Erlebnis. Ein sehr beeindruckendes Bühnenbild, wie man es so vorher noch nicht gesehen hat, wahnsinnig tolle akrobatische Flugeinlagen an „Lianen“, sogar im Zuschauerraum, und dazu noch die wundervolle Musik von Phill Collins – Wahnsinn! Ebenfalls in Hamburg, spielt das überaus erfolgreiche und bekannte Musical „König der Löwen„. Es handelt sich hierbei um ein Bühnenkunstwerk und ein kreatives Feuerwerk der Emotionen. Mit atemberaubenden Masken und fantastischen Kostümen, dazu unvergessliche Klänge einer Mischung aus Popmusik von Sir Elton John und original afrikanischen Rhythmen. Bei  „Sister Act“ geht es um die Geschichte der Nachtclubsängerin Deloris, deren Geschichte in ein farbenprächtiges Bühnenbild mit tollen Choreographien und grandiosen Songs des achtfachen Oscar Gewinners Allen Menken umgesetzt wurde.

Nachtleben

Für Eltern von etwas älteren Kindern, bzw. Jugendlichen, die des Abends auch mal alleine unterwegs sein können, ist hier natürlich des Nachts genauso viel los, wie tagsüber. Wunderschön sind im Dunkeln die Lichterfahrten, die sowohl zu Land, als auch zu Wasser angeboten werden und Hamburg für euch in einem ganz anderem „Licht“ erstrahlen lassen. Das Nachtleben in Hamburg hat mit seinen vielen Restaurants, Bars, Clubs, Kneipen und Discotheken, aber noch jede Menge mehr zu bieten. Auch Kultur-Fans kommen mit Museen und den vielen Theatern voll auf ihre Kosten. Ob das Thalia Theater, das Ohnsorg Theater, das Altonaer oder das St. Pauli Theater, das Schmidt Theater oder Schmidts Tivoli und noch mehr gibt es für alle, die das etwas andere Theater suchen. Wer möchte kann natürlich auch die Reeperbahn des Nachts unsicher machen oder geführte Touren durch die Herbertstrasse auf St. Pauli unternehmen, sowie einen Blick auf die bekannte Davidwache werfen.

Da ich jetzt immer noch weiter aufzählen könnte, der Artikel aber dann endlos erscheint, werde ich euch noch mehr tolle Ausflugsziele in einem zweiten Artikel vorstellen.

Unsere Meinung

Und das ist nur ein kleiner Teil von dem, was Hamburg zu bieten hat. Ihr könnt euch prima vorher schon ganz genau im Internet informieren, was die einzelnen Attraktionen und auch die Preise angeht. Es macht auch Sinn sich vorher schon in etwa zu einigen, welche Dinge ihr denn unbedingt sehen wollt oder welche Alternativen es gibt.  Im Familienrat kann jeder das vortragen, was er gerne machen würde und anschließend muss man sehen, welche Sachen davon in die Tat umgesetzt werden können. So kann man Ärger mit den Kindern aus dem Weg gehen, da sie einbezogen wurden und selbst mitbestimmen konnten. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir als Eltern ganz genau, dass wir uns nur dann erholen und genießen können, wenn auch die Kinder zufrieden sind und ihren Spaß haben, oder? Meiner Meinung nach, macht genau das einen Ausflug oder Urlaub zur Erholung für alle. Wir zumindest haben damit gute Erfahrungen gemacht. Während unseres Aufenthalts haben wir im recht günstigen Etap-Hotel in Altona übernachtet, mit dem wir persönlich sehr zufrieden waren. Nur zum Schlafen und Frühstücken waren wir praktisch im Hotel und das war wirklich alles prima. Es war sauber und ordentlich und das Frühstücks-Angebot für und mehr als genug, warum wir auch beim nächsten Mal dort einkehren werden. Darum wünschen wir denen unter euch, die jetzt unbedingt auch dorthin müssen, eine tolle Zeit in Hamburg, welche definitiv seit diesem Besuch zu unseren Lieblingsstädten gehört.

Infos

Auf der Seite von Hamburg Tourismus gibt es umfassende Auskünfte über die Stadt und ihre Attraktionen. Dort haben wir uns im Vorfeld erkundigt und sind sehr zufrieden damit.

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