UNICEF startet Impfkampagne zum Schutz gegen Polio in 15 Ländern

Am 25.März 2011 startete in 15 afrikanischen Ländern eine Impfkampagne, um 38 Millionen Kinder in Westafrika gegen Kinderlähmung zu schützen. 180.000 Freiwillige sind ab heute unterwegs, um 38 Millionen Kinder zu impfen. Mitte 2009 war die Epidemie in einer Reihe westafrikanischer Länder wieder ausgebrochen. In Ländern wie Nigeria starben viele Kinder daran, hunderte werden ihr Leben lang unter Lähmungen leiden. Mit der heute begonnenen internationalen Kampagne will die globale Initiative zur Ausrottung von Polio, in der UNICEF,  die Weltgesundheitsorganisation und weitere Partner zusammenarbeiten, die Übertragung des Polio-Erregers in diesem Teil der Welt stoppen.

UNICEF macht weiter

Bereits 2010 wurde die Kinderlähmung in mehreren Ländern der Region erfolgreich durch Impfungen zurückgedrängt. Trotzdem war noch im März wieder ein Kind in Niger an Kinderlähmung erkrankt. Solange nicht alle Kinder in der Region gegen Polio geimpft sind, kann es immer wieder zu größeren Ausbrüchen kommen. „Die bisherigen Impfkampagnen haben bereits zehntausende Kinder vor einer lebenslangen Lähmung bewahrt“, sagte Gianfranco Rotigliano, UNICEF-Leiter für West- und Zentralafrika. „Doch allein im vergangenen Jahr gab es immer noch mehr als 500 Neuerkrankungen und auch viele Todesfälle. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass wir jetzt alle Kinder gegen Polio schützen.“

Die jetzige Impfaktion umfasst die Länder Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde,  Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal, Sierra Leone, Gambia und Togo. Gleichzeitig intensivieren die Partner nochmals die Maßnahmen zum Kampf gegen die Krankheit in Nigeria, dem einzigen afrikanischen Land, in dem Polio weiter endemisch ist. In den vergangen zwölf Monaten konnte hier die Zahl der Neuerkrankungen bereits um 95 Prozent gesenkt werden. Auch nach Abschluss der internationalen Kampagne soll die Entwicklung des Impfschutzes in der gesamten Region sorgfältig beobachtet werden, um das Risiko weiterer Ausbrüche zu minimieren.

In der Globalen Initiative zur Ausrottung von Polio arbeiten UNICEF und die WHO mit nationalen Regierungen, Rotary International und dem US-amerikanischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention zusammen. Seit dem Beginn der Initiative 1988 wurde das Auftreten von Polio weltweit um 99 Prozent verringert. 1988 erlitten noch jedes Jahr mehr als 350.000 Kinder lebenslange Lähmungen durch Polio. Die Krankheit war in mehr als 125 Ländern endemisch. Bis 2010 war die Zahl der Neuerkrankungen auf 1.294 Fälle in 20 Ländern gesunken. Weltweit gibt es heute noch vier Länder, in denen Polio endemisch ist: Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan.

Unsere Meinung

Solche Aktionen dürfen keine Ausnahme mehr sein. Sie müssten von den Ländern selbst durchgeführt werden. Aber bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg. Denn solange irgendwelche Diktatoren das Geld der Menschen in Waffen und Krieg investieren und unsere Gesellschaft dieses noch mit Waffenlieferungen unterstützt, wird sich nichts ändern.Bis dahin müssen wir UNICEF bei seiner Arbeit unterstützen und helfen, dass anderen geholfen werden kann. Denjenigen die sich nicht selbst helfen können.

UNICEF Deutschland war 2010 Sieger des Transparenzwettbewerbs, der seit 2005 jährlich von der weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ausgeschrieben wird. Im letzten Jahr beteiligten sich 60 deutsche Spendenorganisationen.

Infos

UNICEF Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen

Seit 1946 arbeitet UNICEF für das Wohl der Kinder dieser Welt. Und das in 150 Ländern. UNICEF arbeitet auf der Grundlage von der UN- Kinderrechtskonvention, die die 191 Mitgliedsstaaten verpflichtet, das Überleben der Kinder zu schützen, ihre Entwicklung zu fördern, sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und sie an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen. In vielen Ländern ist es UNICEF schon gelungen, die Situation der Kinder zu verbessern. Doch es bleibt noch viel zu tun.

www.unicef.de

www.younicef.de

www.unicef.de/kids

www.wunderbär.de

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